German Sex Geschichten

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German Sex Geschichten

Wissenschaftliche Forschung

durch auf Sep.10, 2011, unter Fantasie und 10,167 views

Genmanipulation
Geschrieben von Drachenwind

Disclaimer

Diese folgende Geschichte ist geistiges Eigentum des Autors der in dieser Community
das Pseudonym “Drachenwind” trägt und von ihm frei erfunden, Ähnlichkeiten mit real
existierenden Personen und/oder Orten sind rein Zufällig.
Sie darf weder komplett noch in Teilen ohne ausdrückliche Genehmigung durch den
Autor weder in schriftlicher, gedruckter noch elektronischer Form weiter
veröffentlicht werden. Für Personen unter 18 Jahre ist diese Geschichte nicht
geeignet..
Drachenwind

Seit einiger Zeit wird in wissenschaftlichen Kreisen die Genforschung hoch gejubelt.
Es werden mit den Genen von Pflanzen und Tieren verstärkt experimentiert. Auch die
menschlichen Gene sind Experimentierfeld der Forscher.
Mal angenommen, das die Forschung in der Lage ist, die Gene eines lebenden, voll
ausgewachsenen Menschen zu verändern und diese programmierte Veränderungen zu
aktivieren.
Die Forscher spielen Gott und greifen in die natürliche Entwicklung ein. Der Mensch
wird umgezüchtet zu……………… was(?)………………………

Eines noch vorab. Diese Geschichte ist aus der Sicht der Hauptperson geschrieben.
Alle Ereignisse in ihrer Umgebung sind eingerückt und durch drei Punkte
gekennzeichnet, weil viele Foren beim Posten leider die ursprüngliche Formatierung
verändern.

Genmanipulation

Geschrieben von Drachenwind

Sanft bewegen sich die Graßhalme im Wind hin und her. Vom strahlend blauen Himmel leuchtet die Sonne herab und wärmt mit ihren Strahlen meinen Körper. Ich fühle mich leicht und frei. Sacht schwebe ich über bunte Blumen auf denen bunte Schmetterlinge sitzen. Die Luft ist erfüllt von Blütenduft und Grasgeruch. Nur eines stört die Idylle. Aus der Ferne ist der gleichmäßige Schlag einer großen Pauke zu hören, dass von einem Rauschen begleitet wird Zwischen jeden doppelten Schlag vergeht eine lange Zeit, so kann ich weiter in den wärmenden Strahlen der Sonne schweben.

“Bum, bum………………..

…………………………….

bum, bum……………….

……………………………..

bum, bum………………..

……………………………..

bum, bum…………….”

Der Krach stört mich allmählich ungemein. Er ist unangenehm.

Mein Körper, ich spüre mein Körper nicht. Wie kann ich da schweben?

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Er wird lauter.

Ich will das nicht!

Es stört ungemein!

Der lärm zerstört den Frieden dieser Welt!

“Bum, bum………………..

……………………………..

bum, bum……………….

……………………………..

bum, bum………………..

……………………………..

bum, bum…………….”

Ruhe!

Die Paukenschläge werden schneller.

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Mit jedem doppelten Schlag der Pauke zieht plötzlich eine Kälte in meine Welt!

Ich beginne meinen Körper zu fühlen.

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Schwarze Streifen verdunkeln meine Welt!

Ich habe Angst.

Meinen Körper? Er fühlt sich so seltsam an.

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Die dunklen Streifen werden mehr.

Die Wiese verschwindet.

Das Licht flackert. Die Wärme löst sich auf.

Plötzlich Dunkelheit!

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Nur die doppelten Schläge und das Rauschen sind noch da.

Die Schläge werden zum Dröhnen.

Ich kann nichts mehr sehen und fühlen.

Ich habe Angst!

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Jeder Schlag beginnt zu schmerzen. Je lauter die Schläge werden, desto stärker werden die Schmerzen.

Ich spüre meinen Körper.

Plötzlich sind die Schmerzen weg, die Schläge und das Rauschen sind ganz leise im Hintergrund.

Es ist mein Herz, es sagt mir, ich bin an Leben!

Leben?

Was ist das?

Was ist mit mir geschehen?

Mein Körper fühlt sich so seltsam an. Ich öffne eine Augen.

Da ein Licht, zwei graue Gestalten wirbeln wie Gespenster durch die Gegend. Alles ist verschwommen.

Ich fühle mich nicht gut.

…. “Phase zwei ist abgeschlossen! Sie kommt langsam zu sich!”

…. “Netter Käfer, die würde ich auch nicht von der Bettkante

…. stoßen!”

…. “Du willst diese Gestalt besteigen? Mensch reiß dich

…. zusammen, wir haben zu tun, mach deine Arbeit!”

…. “Ja, ja, man wird doch mal einen Spaß machen dürfen……”

…. “Nicht hier! Sie wird wach! Und außerdem, seit wann stehst

…. du auf Tiere?”

…. “Wieso Tiere, bei diesen Kurven? Mann bist du blind? Sie

…. ist bestimmt heiß.”

Ich verstehe nicht!

Was bedeuten die Geräusche.

Die Geräusch klingen ja noch schlimmer als die Paukenschläge!

…. “Mist, sie sackt wieder weg…………”

…………

Das Dröhnen kehrt zurück,

…………

Dunkelheit …………, das Dröhnen wird wieder zu einzelnen Schläge. Der Wasserfall in der Ferne ist auch wieder zu hören.

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Die Schläger werden leiser. Sie entfernen sich.

Plötzlich schwebe ich über eine bunte Wiese, meine Wiese.

Die Sonne wärmt mich wieder. Das Rauschen kommt aus der Ferne. Ist das wieder der Wasserfall?

Endlich Frieden..

Hier auf der Wiese finde ich meine Ruhe und Frieden.

Was war das eben? Der Lärm, die Kälte.

Ich will das nicht!

Was ist passiert?

Wieso kann ich so leicht über diese schöne Wiese schweben, habe ich Flügel?

Diese Welt strahlt wieder so eine Ruhe und Frieden aus.

Es ist so schön hier.

Hier will ich bleiben.

Sanft streichelt der Wind meinen Körper, ich fühle mich wohl………………….

Nur das Schlage des Herzens stört mich, es macht so ein Krach, so aufdringlich……..

Was ist das plötzlich für ein ätzender Geruch?

Er passt nicht hier her!

Licht und Dunkelheit wechseln plötzlich immer schneller!

“Bum, bum………………..

bum, bum……………….

bum, bum………………..

bum, bum…………….”

Der Lärm kehrt zu rück, er wird zum dröhnen begleitet vom Rauschen.

Wieder ist alles schwarz,

…….dunkel,

…….kalt!

Ich habe noch größere Angst!

Ich will zurück zur Wiese!

Ich will das nicht!

Mein Herz schlägt so laut!

Warum vertreibt es mich von der schönen Wiese?

Wieso rauscht mein Blut so laut in meinen Ohren.

…………

Es wird wieder hell.

Die Gespenster sind auch wieder da.

Was ist los?

Geht weg, ich will nicht!

…. “Da ist sie wieder. Endlich, wird aber auch Zeit, währe

…. schade um die Kleine, die ganze Arbeit währe wieder

…. umsonst.”

…. “Nach 2375 Versuche wurde es auch Zeit, dass der Professor

…. mal Glück hat.”

…. “Ja, ja, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!”

…. “Wer weiß, wohin dieser Gentransfer noch hinführt, vor

…. allem, bei diesen vielen Fehlversuch.”

…. “Mit ihr hat der Professor noch viel vor”

…. “Sie ist wieder stabil. Diesmal muss es einfand gelingen

…. sonnst streicht das Militär unsere Mittel und wir werden

…. arbeitslos. Der Professor muss endlich erfolg haben, lass uns

…. gehen”

Alles ist verschwommen.

Nach dem die Gespenster Lärm gemacht haben, sind sie durch die weiße Grenze wieder verschwunden. Ob ich das auch kann?

Ich kann die Grenze kaum erkennen. Es ist so schwer, die Augen zu bewegen.

Mein Körper kann ich auch nicht bewegen

Ich will zu meiner Wiese zurück.

…………

Was ist mit mir nur los?

Mein Körper fühlt sich wieder so komisch an.

Ich kann auch nicht mehr schweben!

Es dreht sich alles, ich muss wieder nach oben schauen. Es wird besser.

Wo ist meine Wiese?

Mein Blick wird langsam klarer.

Ich habe kaum Gewalt über meinem Körper.

An den Seiten habe ich so komisch Schläuche, die sich am Ende verdicken. Sie sehen schwarz aus.

Was ist das?

Die Schläuche zucken immer dann, wenn ich meine Arme bewegen möchte. Schläuche?

Moment mal das, …… das sind ja Arme und die dicken Enden sind die Hände.

Arme und Hände?

Woher weiß ich das?

Wieso kann ich sie nicht richtig bewegen?

Sie sind gefesselt!

Warum sehen sie so komisch aus?

Verdammt, ich kann immer noch nicht richtig sehen?

Was ist ……sehen?

Immer wieder versuche ich meine Arme wie früher zu bewegen.

Früher?

…………..

Was war früher?

………..

Woher weiß ich

……….!

Nichts!

Wer bin ich?

Nichts!

Wieder nichts, nur eine Wand, eine Wand des Vergessens.

Mein Bauch fühlt sich so merkwürdig an.

Ich habe immer noch angst, ich will nicht mehr, ich will frei sein.

Ich habe….. Hunger? Ist das, das komische Gefühl im Bauch?

Ich werde mal rufen, vielleicht hört mich jemand. Ob es die Gespenster sind?

” arq….umpf…. Bähhhh……uga, uga ………uhhhuuuu!” Ich kann nicht sprechen! Was ist los? Das klingt ja wieder wie bei einem Baby?

B A B Y?????

Wieso weiß ich vieles, was ich nicht verstehe?

…………

WARUM???

…………

“Grrrrr…!”

Ich knurre, das hört sich wie bei einer Katze an.

Was ist eine Katze?

Wieso weiß ich, wie eine Katze knurrt?

Da ist nichts. Nur eine verschwommene Welt mit merkwürdige Geräusche. Ich kann mich noch immer nicht richtig bewegen. Das komische Gefühl von meinem Körper ist immer noch da, wird sogar noch stärker.

…………

Da, ein Gespenst kommt durch die weiße Grenze. Das sieht jetzt anders aus. So weiß, fast von der Grenze nicht zu unterscheiden.

…. “So meine Kleine, jetzt gibt es Happa, Happa, du wirst doch

…. bestimmt Hunger haben”

Dieses Gespenst macht ja so einen schrillen Lärm.

Lärm?

Es spricht!

Aber warum verstehe ich es nicht?

Das Gespenst fummelt an den Seiten meines Körpers herum. Je länger das Gespenst diese merkwürdigen Bewegungen macht, desto weniger kann ich mich bewegen.

Die Angst kommt wieder hoch.

Ich brülle meinen Unmut darüber heraus.

Wo kommt das Brüllen einer Raubkatze her?

Mein Angst kommt wieder.

Was stopft das Gespenst mir in den Mund? Etwas süßliches tropft mir in den Mund.

Mmmmmmm, das schmeckt…….

Aber das ist so dünn, eine Plürre.

Bäh!

Wenn es nur nicht so pampig währe!

Ich muß es ihm sagen! Das ist so dünn.

” Uga uga mampf bähhh….!”

…. “Ist ja gut meine Kleine, komm iss noch etwas mehr

…. Breichen.

Mmmmm ist das gut! Komm, schönes Happa, Happa!”

Es versteht mich nicht!

Der Brei schmeckt trotzdem!

Stopf doch nicht so schnell! Ich bin doch kein D-Zug!

D-Zug?

Was ist D-Zug?

Man bin ich voll. Mein Magen fühlt sich an, wie ein Felsbrocken.

…. “Na meine Kleine, hast aber fein Happa, Happa gemacht.

…. Und haben wir schon A,A in den Windeln? Lass mal sehen!

…. Ui, da hast du aber fein gemacht. So ich mache dich jetzt

…. sauber dann gibt’s eine neue Windel.”

…. “Lary, lass den Quatsch und komm endlich!”

Waas?

Windeln?

Ich bin doch kein Baby!

Warum behandeln die mich so! Wenn ich doch nur richtig sehen könnte……..

…. “So Kleines, jetzt sind wir wieder sauber und trocken! Hier

…. dein Schnulli!”

Würgh, Bähh!

Das Gespenst steckt mir doch tatsächlich einen großen Schnuller in den Mund und bindet den auch noch mehr fest!

ICH bin kein BABY!

Oder doch?

Ich beginne zu nuckeln. Es beruhigt ungemein.

…………

Warum?

…………

Wieso fühlt sich das Alles so komisch an?

Es ist so, als beobachte ich aus einer Entfernung meinen Körper, Nutzen kann ich ihn nicht. Eine Wand befindet sich zwischen mir und meinem Körper.

Ich kann sie nicht durchstoßen.

Was ist passiert?

Ich kann mich nicht erinnern, wer ich bin, weiß aber so vieles.

Das merkwürdige Körpergefühl ist immer noch da.

Ich spucke den Schnuller raus. Durch die Befestigung hängt er am Kinn fest.

Meine Zunge leckt über die trockenen Lippen.

Ich habe auch spitze, scharfe Zähne!

Ich kann meine Zunge sehr weit aus meinem Mund bewegen. Überall wo eigentlich Haut sein müsste fühle ich Haare.

Liege ich schon lange hier und habe einen Vollbart.

Baby mit Vollbart?!

Die Gespenster hätten mich ruhig rasieren können.

Moment!

Vollbart, rasieren?

Männer haben einen Bart!

Mann? Bin ich ein Mann?

Was……. . Was ist ein Mann?

Die weiße Grenze beginnt dunkler zu werden und verzerrt sich. Mir wird übel.

Die Dunkelheit kehrt zurück.

Da………., da ist dass Pochen und das Rauschen wieder.

“Bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum………………. ”

Es wird heller!

Meine Wiese!

Der Wasserfall rauscht wieder beruhigend in der Ferne.

Endlich frieden!

“Bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum………………. ”

Ich schwebe wieder über die Wiese, die bunten Schmetterling fliegen von Blüte zur Blüte.

Es ist so friedlich, hier möchte ich bleiben…………………!

Mich mit dieser Welt vereinigen

“Bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum……………….

bum, bum………………. ”

Da ist das Trommeln wieder!

Es ist mein Herz, es ruft mich zurück!

Ich werde aus meiner Welt gerissen.

Zurück, wohin zu rück? Zu den Gespenstern? Zu dieser hässlichen weißen Welt, die so verzerrt ist.

Meine Wiese verschwindet wieder. Ich will dort bleiben…….

Was ist das für ein Gestank? Der reißt mich aus meiner friedlichen Welt!

…. “Halt ihr die Ampulle noch etwas unter die Nase, sie kommt

…. zu sich!”

…. “Einfach ins Nirwana abschmieren, wo wir uns so viel Mühe

…. mit ihr geben! Dabei ist die Transformation abgeschlossen

…. und sie hat sich stabilisiert!”

…. “Nicht dass wir mit Versuch 2376 anfangen müssen sonnst

…. benötigen wir doch noch ein eigenes Krematorium für die

…. vielen Abfälle”

…. “Und dann wieder die Arbeit ein neues Versuchsobjekt zu

…. fangen”

…. “Na das hier hat ganz schön randaliert!”

…. “Mein Spezialcocktail hat ihn ganz schnell ruhig gestellt.”

…. “Der war auch nötig. Beinahe wären die Bullen aufmerksam

…. geworden.”

…. “Ich staune so wie so, dass die ganzen 2374 Fehlversuche

…. kein Außenstehender bemerkt hat. Der Alte hat bestimmt

…. gute Konektion, sonnst währen die vielen entstellten und

…. deformierten Leichen aufgefallen!”

…. “Halt die Klappe, der Alte kommt……………..”

Die Gespenster sind wieder da.

Ein Gespenst schiebt mir wieder den großen Schnuller in den Mund.

Ich habe alles verstanden, was sie sagten aber ich verstehe das nicht.

Was bedeutet das?

Moment!

…………

Mir fällt was ein. Ich ging noch etwas spazieren. Da hielt doch plötzlich dieser weiße Transporter neben mir und zwei Kerle sprangen mich an, schlugen mich. Instinktiv habe ich mich gewehrt, das ist doch sonst nicht meine Art und Weise. Ich konnte bei Einem einen Tritt platzieren, mitten ins Gemach. Voll getroffen! Das wird er jedenfalls nicht so schnell vergessen. Dieser Feigling, dieser Zweite hat mich von hinten gepiekt, dann wurde mir so schummrig. Ich bin wohl ohnmächtig geworden.

Aber wer bin ich?

Die Wand ist wieder da.

…. “Der Alte macht Feierabend, er ist weg!”

…. “Er hat nur nach seinen zukünftigen Supersoldat geschaut”

…. “Dieses Objekt soll Soldat spielen?”

…. “Na mit ihren Körperkräften und mit der Schnelligkeit ihrer

…. Bewegungen kann sie ganz schön Ärger machen. Wenn sie

…. erstmal neu Konditioniert ist, möchte ich ihr nicht in die

…. Quere kommen.

…. “Du sprichst immer von einer sie! Was hast du vor?”

…. “Na schau sie dir doch mal genau an, genau das Richtige um

…. mein Samenstau abzureagieren.”

…. “Du kannst doch nicht einfach mit diesem Objekt……..

…. “Ach sei still, sie hat doch alles, ein Paar stramme Titten,

…. eine feuchte Möse, was will man mehr? Nur die blöde

…. Windel stört.”

Über wem reden sie?

Da, ich höre ein Reißverschluss. Schuhe fallen auf den Boden. Jemand entfernt die Windel und berührt mich, streicht mir sanft zwischen den Beinen lang.

Uuuhhh, was für ein schönes Gefühl.

Der Finger wird drängender, schiebt sich in meinen Körper und ich werde zwischen den Beinen nass.

Ist das ein schönes Gefühl………….

…………

Ich mache meine Augen auf und sehe noch immer Alles verschwommen.

Ein Gespenst legt sich auf mich und spreizt mir die Beine.

Etwas hartes, heißes drückt sich in mein Schoß, dringt in mich ein.

Ein herrliches Gefühl, ich werde immer erregter.

Ich beginne zu schnurren wie eine Katze.

Ich will mehr.

Ich spucke den Schnuller wieder aus.

Ich stöhne vor Wonne.

Aber Moment mal!

Ich bekomme einen riesigen Schreck der alle schönen Gefühle schlagartig vertreibt.

Dringt in mich ein?

Aber das geht doch nicht!

Bewegen kann ich mich auch immer noch nicht.

Halt!

…………

H A L T!

…………

Ich bin doch ein Mann!

Aufhören, ich will das nicht!

Ich kann doch so etwas nicht als Mann!

Angst, gepaart mit Wut steigt in mir hoch.

Mein Körper bäumt sich auf. Mein Körper ist immer noch irgend wie festgebunden.

Das Fauchen und brüllen einer Raubkatze ist wieder zu hören.

Es kommt aus meinem Mund.

Das Gespenst auf mir macht noch immer auf mir seine Liegestütze. Das harte, warme Teil bewegt sich immer noch in mir vor und zurück.

Mein Schoß steht in Flammen.

Das ist nicht richtig!

Er soll aufhören!

Ich wehre mich weiter, zerre an den Fesseln.

…. “Hei, die Klein bockt ganz schön! Die geht ja richtig mit!

…. “.Höre lieber auf, irgend etwas stimmt nicht”

…. “…Ahhh……. Ich bin gleich so weit. …….”

Ich zerre weiter an meine Fesseln.

Ich bäume mich mit meiner ganzen Kraft auf.

Die Fesseln an den Armen geben nach!

Ich bin frei!

Mit einer heftigen Bewegung fege ich das Gespenst von mir runter, das schöne Gefühl zwischen meinen Beinen verschwindet auch.

Es fliegt zur weißen Grenze, schreit auf, röchelt und verstummt dann.

Mein Blick wird klarer.

Das zweite Gespenst steht dicht neben mir und versucht mich wieder zu fesseln.

Ich stoße es auch weg.

Es prallt gegen die weiße Grenz und bleibt auch still liegen.

Ich stöhne. Schließe meine Augen.

Ähnliches wie Blitze durchzucken meinen Körper.

Meine Erinnerungen kehren zurück. Schlagartig weiß ich, wer ich bin.

Ich öffne meine Augen, mein Blick wird schärfer.

Ich zerreiße die restlichen Fesseln.

Ich befinde mich in einen weiß gestrichenen Raum und sitze auf ein Bett, das viele Gurte zum Anschnallen hat. Viele der Gurte sind zerrissen und die Reste sind an meinem Körper befestigt. Ich reiße die Überreste der Gurte von meinen Körper, sie sind mir unangenehm, sie schränken meine Bewegung ein. Ich habe einen starken Drang frei zu sein.

Ich will frei sein!

Ich schaue mich im Raum um

An der Wand mir gegenüber liegen zwei verdreht Gestalten.

…………

Die Gespenster!

Aber das sind doch Menschen!

Sie atmen nicht mehr, sie liegen in ihrem Blut, sie sind tot.

Tot? Warum?

Moment!

Ich habe doch die Gespenster von mir weg gestoßen.

Ich …………….., ich habe sie……. getötet.

Getötet??

…………

N E I N!!!!

…………

Ich …….. habe……. Menschen………. Getötet!

Wie kann das sein?

Wie kann ich mit dieser Schuld weiter leben?

Verzweiflung steigt in mir auf.

Wie kann das sein?

In meinem bisherigen Leben verabscheute ich jegliche Art von Gewalt. Lieber steckte ich die Prügel ein, ohne mich zu wehren. Wenn ich zurück schlage, könnte ich ja meinem Angreifer Schmerzen zufügen! Nur bei meiner plötzlichen Gefangennahme habe ich mich instinktiv gewehrt.

Und jetzt das!

…………

I C H H A B E G E T Ö T E T!

…………

Wie soll ich mit dieser Schuld leben?

…………

Völlig in diesen Gedanken versunken betrachte ich meine Hände. Meine Finger sind bis auf einen kleinen Teil zusammengewachsen. Der Daumen ist verkümmert. An stelle von Fingernägel habe ich richtige Krallen, die ich einziehen kann. Sie sind scharf und sehr spitz. Meine Hände sehen aus wie die Pfoten einer Katze. Meine Arme sind wie der restliche sichtbare Körper mit einem schwarzen seidig glänzenden Fell verkleidet.

Was soll dieses Kostümierung?

Erst jetzt bemerke ich, dass die eine Wand aus Glas besteht. Hinter der Glasscheibe befindet sich ein dunkler Raum und die Scheibe spiegelt mein Raum wieder. Ich sehe eine merkwürdige Gestalt auf einem Bett sitzen, auch die beiden Gespenster an der anderen Wand.

…………

Die Gestalt auf dem Bett hat die Figur einer Frau, große, feste Brüste, eine schmale Taille, einen wohl geformten Po und endlos erscheinende Beine, auch die Füße sehen wie große Katzenpfoten aus. Merkwürdig ist auch der Kopf. Er sieht wie ein Kopf einer Katze mit menschlichen Zügen aus. Spitze Ohren schauen aus der Mähne heraus, eben wie Katzenohren, leicht schräg gestellte Augen mit einer Iris wie bei einer Katze sind zu erkennen. Auch Nase und Mund passen zu dem Katzengesicht in dem die Schnurrhaare nervös zucken. Die Katzenfrau öffnet leicht den Mund und leckt sich mit ihrer Zunge die Lippen, Reißzähne werden dabei entblößt, ein richtiges Raubtiergebiss. Auf dem Kopf hat sie eine starke Mähne aus langen schwarzen Haaren.

Was ist das bloß für ein seltsames Wesen?

Halb Mensch, halb Katze!

Der ganze Körper ist mit ein schwarzen Fell und die Brust ist bis zum Bauchnabel mit einem V-förmigen weißem Fell bedeckt. Die Spitze des V´s weist in Richtung ihres Geschlechts, eindeutig weiblich.

…………

Ich stehe auf und gehe zur Glasscheibe.

Die menschliche Katze macht die gleiche Bewegung und kommt auch auf mich zu. Ihre Bewegungen sind geschmeidig und fließend.

Ich habe angst, sie scheint kräftiger als ich zu sein. Ich sehe auch, dass sie einen richtigen Schwanz hat, wie bei jede Katze bewegt er sich nervös vor Erregung hin und her. Ich kann ihn sogar steuern.

Ich gehe ganz nahe an die Glaswand. Obwohl ich angst habe, betrachte ich die Gestalt vor mir genauer.

Die Gestalt vor mir betrachtet auch mich sehr intensiv.

Sie strahlt eine besondere Anmut und Schönheit aus.

Nur merkwürdig ist, dass die menschliche Katze vor mir die gleichen Bewegungen macht, wie ich.

Warum?

“Miau”

…………

Warum?

…………

Alle Gedanken kreisen um diese Frage und lassen mir keine Ruhe.

…………

Warum hatte ich so seltsame Gefühle, als das eine Gespenst auf mir lag.

…………

Warum macht die menschliche Katze die gleichen Bewegungen wie ich.

…………

Warum finde ich keine Antwort.

…………

Ein seltsamer Geruch liegt in der Luft. Er macht mich gierig, gierig nach Nahrung, gierig nach Fleisch. Ich kann nicht richtig denken oder will ich die Wahrheit nicht erkennen.

Nur welche Wahrheit?

Der Geruch stört mich.

Ich ziehe mich in die entfernte Ecke meines Gefängnisses zurück, weg vom Blut, und kauere mich nieder.

Ich bin verzweifelt.

Der Geruch bewirkt etwas in mir, verändert mein Denken, es aktiviert tierischen Instinkte in mir, verdrängt mein menschliches Ich und stört beim Denken. Der Verstand wird in den Hintergrund verschoben und die Instinkte eines anderen Wesens wollen an diese Stelle treten. Mit Entsetzen erkenne ich, es sind die tierische Instinkte einer Raubkatze.

Mit dabei ist auch die starke Angst.

Angst, weil ich eingesperrt bin, Angst, weil ich nicht weiss, was geschehen ist und Angst davor, was noch geschehen wird, vor möglichen Schmerzen. Mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft versuche ich diese Instinkte in den Hintergrund zu drängen, sie zu beherrschen. ……….Ich will, ich muss hier raus!

…………

Ich schaffe es, mich etwas zu beruhigen und überwinde noch die Instinkte, die mich steuern wollten.

Aber zu welchen Preis, dem Preis der Erkenntnis.

Plötzlich fegt die Erkenntnis der Wahrheit wie ein Tornado durch meine Gedanken. Alle Fragmente ordnen sich ein, und doch will ich es nicht wissen. Es kann, es darf nicht sein.

…………

Ich, ein Mann bin eine Frau!

…………

Ich, ein Mensch bin jetzt eine Katze!

…………

Ich bin diese Katzenfrau, die sich in der Scheibe gespiegelt hat. Und, was sehr schlimm für mich ist, ich habe auch meine Tochter endgültig verloren.

…………

Dieser seltsame Geruch ist der Geruch des Blutes der beiden Gespenster, nein der beiden Menschen, der Menschen, die ich getötet habe. Vor Scham wende ich meinen Blick von den Opfern ab.

Unruhig blicke ich mich um.

…………

Da!

…………

Da ist die Tür! Mit einem Satz bin ich an der Tür und versuche sie zu öffnen. Sie ist geschlossen. An der Seite ist ein Tastaturfeld, beschriftet mit den Zahlen Null bis Neun. Ich kenne nicht den Code um diese Tür zu öffnen und die, die es wissen liegen verkrümmt an der anderen Wand. Verzweiflung kommt auf.

…………

Erinnerungen kommen hoch.

…………

Ich erinnere mich an meine kleine Tochter Monik, wie ihre kleinen Händchen forschend über mein Gesicht stricht. Ich erinnere mich an ihr Lachen und Weinen. Die Bilder meiner Tochter werden verdrängt durch die Bilder meiner Exfreundin, der Mutter meiner Tochter. Ich weiss auch, warum wir uns trennten und wegen Monik doch Freunde blieben. Wir trennten uns, weil wir unterschiedliche Vorstellungen vom Leben hatten und dafür keinen gemeinsamen Kompromiss fanden. Ich begreife, dass dieses Leben endgültig vorbei ist, ich mein Töchterchen so wie ich jetzt bin, nie mehr sehen werde, nie mehr ihre Händchen spüren werde.

Die Wucht der Wahrheit über mich trifft mich in voller Stärke.

Ungeahnte Wut und Hass steigen auf und ich finde keine Möglichkeit etwas dagegen zu machen. Ich kann es nicht mehr aushalten und verstehen, zu vieles stürzt auf mich ein. Der Schock ist zu stark. Mein Verstand gibt auf, zieht sich zurück, igelt sich ein. In dem gleichen Mass, in dem sich der menschliche Verstand zurückzieht, treten die Instinkte hervor, die Katze in mir gewinnt die Oberhand.

………..

…. Unruhig läuft die menschliche Katze in der Kammer an der

…. Glasscheibe hin und her.

…. Sie sucht nach einem Fluchtweg.

……….

…. Mittlerweile ist es Morgen und ein neuer Tag beginnt.

…. Für eine Weile sitzt die Katze in der Ecke und beginnt sich

…. zu putzen. Wie jede normale Katze wird ihr Fell mit der

…. Zunge gepflegt, dabei kein Zentimeter auslassend.

…. Plötzlich springt sie auf und läuft wieder unruhig hin und

…. her. Ihre Ohren lauschen gespannt auf die näher

…. kommenden Geräusche.

…. Der Professor betritt voller Tatendrang sein Labor und

…. schaltet das Licht ein. Er sieht Objekt 2375 aufgeregt und

…. hektisch rumlaufen. Verärgert muss er feststellen, dass seine

…. beiden Assistenten nicht da sind.

…. Als das Objekt ihn sieht, springt es mit lautem wütenden

…. Gebrüll in seiner Richtung und wird nur von der

…. Glasscheibe aufgehalten.

…. Erschrocken weicht der Professor zurück und sieht durch

…. den veränderten Blickwinkel seine beiden Assistenten in

…. der Kammer in ihrem Blut liegen.

…. Einer von ihnen hat keine Hosen an. Er fragt sich, was

…. gesehen ist? Als er die herunter gelassenen Hose seines

…. Mitarbeiters genauer betrachtet, bekommt er eine Ahnung.

…. “Dieser sexgeile Idiot!” denkt der Professor. “Hoffentlich

…. haben diese Trottel nicht meinen Versuch versaut!”

…………

…. Wütend geht der Professor zu einem Schaltpult und betätigt

…. mehrere Schalter.

…. Ein Narkosegas strömt in die Versuchskammer.

…. Die Bewegungen des Objektes werden hektischer und

…. allmählich langsamer.

…. Nach einigen Minuten liegt die menschliche Katze schlafend

…. am Boden.

…. Erneut werden einige Schalter betätigt und das Gas aus der

…. Kammer gesaugt.

…. Mit einer Spritze bewaffnet betritt der Professor die

…. Kammer, geht zu seinem Versuchsobjekt und entleert die

…. Spritze in den Oberschenkel seines Werkes.

…. Die Betäubung sollte jetzt länger vorhalten. Im Labor greift

…. der Professor zum Telefon und beordert einige Mitarbeiter

…. des Wachpersonals in seinen Labor und lässt kommentarlos

…. die beiden toten Assistenten aus der Kammer entfernen.

…………

…. “Professor, was sollen wir mit den Beiden machen?”

…. “Na das übliche, entsorgen sie die Kadaver wie die anderen

…. Versuchsobjekte, dafür werden sie doch auch bezahlt!”

…. “In Ordnung. Aber was machen wir, wenn jemand sie

…. sucht?”

…. “Dann sagen sie, dass die beiden verschwunden und

…. untergetaucht sind, weil sie vertrauliche

…. Versuchsinformationen verkauft haben!”

…. “Und wenn das nicht ausreicht?”

…. “Dann lassen sie Trottel sich was einfallen! Muss man denn

…. hier alles alleine machen? Sie haben so etwas wie einen

…. Kopf zum Denken, benutzen sie ihn mal gefälligst. Jetzt

…. verschwinden sie endlich aus meinem Labor, ich habe zu

…. tun!”

…………

…. Der Professor telefoniert mit seinem dritten, letzten

…. Assistenten und fordert ihn barsch auf, ins Labor zu

…. kommen. Seine Freien Tage kann er noch später

…. abbummeln. Nach einiger Zeit betritt er das Labor und wird

…. vom Professor angeraunzt.

…. “Ah, da sind sie ja endlich, machen sie die Kammer sauber!”

…. “Ich bin doch keine Putze!”

…. “Tun sie gefälligst das, was ich ihnen sage und machen

…. sauber!”

…. “Wo sind denn ……..?”

…. “Weg, sie haben Versuchsinformationen verkauft und liegen

…. irgendwo am Strand.”

…. “Das glaube ich nicht! Was ist wirklich geschehen?”

…. “Das geht sie nichts an!”

…. “Warum? Ich arbeite doch auch hier. Wieso sind die

…. Blutlachen in der Kammer?”

…. “Das kann ich schnell ändern, ausserdem könnte ich ja mit

…. ihnen Versuch 2376 anfangen. Sie sollen hier nicht Reporter

…. spielen und dumm herum quatschen. Machen sie ihre Arbeit,

…. für die sie bezahlt werden und machen auch endlich sauber,

…. die Narkose hält …… nicht ewig!”

…………

Mir ist kalt. Es ist dunkel. Ich höre nur wieder mein Herz schlagen. Geht der Alptraum weiter?

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

Was ist geschehen?

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

Schlagartig fällt mir alles wieder ein. Ich habe meine Familie und meine Freunde verloren. Auch meine Tochter ist verloren. Ich, ein Mann bin eine Frau! Ich, als Mensch bin ein Tier, eine Katze! Ich werde nie mehr wie ein Mensch leben können! Ich bin diese Katzenfrau, die ich im Spiegelbild gesehen habe! Und noch schlimmer, ich habe getötet!

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

Da war doch dieser Geruch nach Blut. Warum ist es so kalt und dunkel?

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

………….

bum, bum……..

Was ist geschehen? Moment mal! Aus den Wänden kam plötzlich ein Nebel! Gas!!!! Da ist doch Gas in den Raum geströmt!

Die haben mich betäubt!

Warum haben sie das getan, mir angetan?

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

Träume ich noch immer diesen seltsamen Traum? Mein Herzschlag wird leiser und ich beginne wieder meinen Körper zu fühlen.

Wie viel Zeit ist wohl vergangen?

Ich werde unruhig.

Alles in mir schreit “Ich will frei sein!”

Ich muss fliehen!

Aber wie?

Bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

…………

bum, bum……..

Mein Herz sagt mir eindeutig, dass ich lebe. Es ist kein Alptraum, alles ist real. Angst und Entsetzen wollen sich wieder breit machen. Ich darf es nicht zulassen, Mensch, gebrauche deinen Verstand!

Mensch?

…………

Mein Herzschlag ist kaum noch zu hören. Ich merke, dass ich wacher werde und wieder Gewalt über meinen Körper bekomme. Langsam öffne ich einen Spalt breit meine Augen und sehe eine weiss bekittelte Gestalt auf dem Fussboden kniet und das Blut beseitigt. Der Blutgeruch wird allmählich durch den Geruch des Reinigungsmittels überdeckt, der meine Instinkte nicht so reizt.

…………

Ich springe mit einem Satz auf und fauche den Menschen an. Instinktiv will ich ihn anspringen und töten, doch während des Sprunges treffen mich zwei Drähte und ich bekomme einen starken elektrischen Stromschlag. Alle meine Muskeln verkrampfen sich und ich knalle ungebremst gegen die Wand, gleite an dieser herunter und bleibe zitternd liegen.

…………

Scheisse!!!!!

…………

Dieses Schwein hat mich mit einem Elektroschocker lahm gelegt. Wo hat der den so schnell her? Verschwommen sehe ich, wie dieser Kerl fluchtartig den Raum verlässt und die Tür schliesst.

Allmählich bekomme ich wieder Gewalt über meinen Körper, und das Zittern hört auf. Unruhig laufe ich wieder an der Glasscheibe hin und her. Ich merke, dass ich beobachtet werde. Die Instinkte des Tieres in mir versuchen wieder die Oberhand zu gewinnen.

Ich darf das nicht zulassen.

Ich brauche meinen Verstand, um frei zu sein.

Und die Instinkte? Ich darf sie nicht verleugnen, sie sind jetzt auch ein neuer Teil von mir wie mein Körper. Ich muss schnell lernen, sie zu verwenden, sie auszunutzen. Ich darf nicht zeigen, dass mein Verstand arbeitet, ich muss einfach Katze sein und auf eine Gelegenheit zur Flucht warten. Bleibt nur noch eine Frage, warum wurde mir das angetan?

…………

Warum?

……….

…. “Was den, immer noch nicht fertig? Wie lange dauert den

…. das bisschen sauber machen? Beeilen sie sich, ich habe noch

…. mehr zu tun!”

…. “Was soll das? Sie haben eben doch gesehen, dass das Vieh

…. mich angreifen wollte!”

…. “Sie verdammter Idiot waren zu langsam. Mussten sie gleich

…. den Schocker einsetzen? Sie versauen mir noch meine ganze

…. Arbeit!”

…. “Arbeit? Das nennen sie Arbeit? Einen Menschen

…. verstümmeln? Man……..!”

…. “Halten sie ihren Mund, das geht sie gar nichts an. Sie sind

…. hier um zu arbeiten. Dafür werden sie bezahlt und nicht für

…. das Denken, das können sie getrost mir überlassen!”

…. “Sie können nicht so mit mir Reden………!”

…. “Doch, ich kann! Machen sie gefälligst endlich ihre Arbeit,

…. die Diskussion ist beendet!”

……….

Ich sehe mich vorsichtig um und sehe durch die Glasscheibe den, der sich Professor nennen lässt. Das ist der Typ, der mir das alles angetan hat! Blinde Wut steigt in mir hoch.

Er ist mir unsympathisch.

Warum hat er das getan?

Es macht mich wütend, den zu sehen.

Es fällt mir schwer, diese Wut zu unterdrücken. Ich will fliehen, da kann ich Gefühle nicht gebrauchen. Die Tür geht auf und ich springe in Richtung Tür. Schon wieder trifft mich ein Stromschlag der mich aufjaulen lässt. Ich falle wieder zu Boden. Sterne tanzen mir vor meine Augen. Krampfhaft versuche ich das Bewusstsein nicht zu verlieren.

…………

Wieder vergeht eine unbestimmte Zeit und ich spüre wieder meinen Körper. Vorsichtig bewege ich erneut ganz langsam ein wenig meine Glieder und prüfe, wie weit ich wieder Gewalt über meinem Körper habe. Mein Blick wandert zu der Wand, wo die Tür ist. Ich sehe einige Laborgeräte, die vorher nicht da waren. An der Wand kniet wieder jemand und beseitigt die restlichen Blutspuren. Es dauert einen Moment, bis ich klar denken kann und ein Schreck durchzuckt meinen Körper.

…………

Die Tür ist offen!

…………

Das ist meine Chance!

…………

Aufspringen und losrennen ist eines. Ich stehe plötzlich im Labor und der Professor vor mir, seine Augen sehen mich entsetzt an, er stinkt nach Angst. Meine Wut kommt wieder hoch. Ich verschaffe mir Erleichterung und gebe den Professor mit meiner rechten Hand eine Ohrfeige.

Hand?

Wohl eher meine Tatze!

Meine Krallen sind ein wenig ausgefahren und hinterlassen tiefe blutige Wunden im Gesicht.

…. Der Professor fällt auf dem Labortisch, schlittert darauf lang

…. und räumt ihn dabei ab. Stöhnend fällt der Typ am Ende des

…. Tisches auf den Fussboden. Im Gesicht hat er tiefe blutende

…. Spuren meiner Krallen.

…………

Ich muss aufhören mit dem Grübeln,

Flucht ist angesagt!

Also Konzentriere dich!

Ich muss weiter!

Ich darf mich nicht aufhalten lassen.

Ich will frei sein!

……….

…. Sirenen heulen auf, rote Lichter beginnen zu blinken. Der

…. Assistent hat einen Alarmknopf betätigt. Ein schwer

…. aussehendes metallenes Tor senkt sich langsam vor den

…. Ausgang des Labors herab. Mit einem Satz ist die

…. menschlich Katze am Ausgang und schlüpft noch durch den

…. verbliebenen Spalt aus dem Labor. Sie rennt einen langen

…. Gang entlang. Links und rechts sind mehrere Türen, die

…. feinsäuberlich beschriftet sind. Am Ende sind ein Lift und

…. ein Treppenflur.

……….

Wie geht es weiter?

Wo muss ich lang?

Am Fahrstuhl wird angezeigt, dass er nach unten fährt.

Ich öffne vorsichtig die Tür zum Treppenhaus. Die Treppe führt nach oben und nach unten. Neben der Tür sehe ich ein Schild mit der Ziffer fünf und ein Minuszeichen davor.

Bin ich im Keller?

Was mache ich nur?

Ich betrete den Treppenflur, knackend verschlisst sich hinter mir die Tür. Es gibt kein zurück.

Will ich überhaupt zurück?

Nein!

Ich höre, wie sich die Lifttür öffnet und mehrere Menschen mit schweren Stiefeln den Flur entlang rennen. Kommandos ertönen.

Mist, so schnell!

Die Wachen!

Verdammt, ich grüble schon wieder rum, ich muss auf meine Instinkte hören und weiter fliehen. Ich werde nach oben gehen, vielleicht ist das der richtige Weg. Was erwartet mich?

…………

…. Das Licht im Flur ist aus und wird nur durch das rote

…. Aufleuchten der Signallampen spärlich beleuchtet. Sie

…. zeigen den Alarmzustand an.

…………

Leise wie eine richtige Katze schleiche ich mit Samtpfötchen fast lautlos zügig die Treppe hoch. Aber in jeder Etage sind die Türen verschlossen. Sie können nur von innen geöffnet werden. Es sind nur Notausgänge. Von oben ist das Trampeln schwerer Stiefel zu hören. Sie kommen mir entgegen.

Was soll ich tun?

…. Unruhig flackert von oben der Schein von Taschenlampen.

Ich habe wieder Angst.

Mir bleibt nicht anderes übrig, wenn ich frei sein will, muss

ich kämpfen.

Ich kann versuchen sie zu täuschen.

…………

Die Podeste zwischen den Etagen sind dunkler und ich beschließe, das auszunutzen. Ich kauere mich auf dem Podest in eine Ecke und zwar so, dass mein weißes Brustfell mich nicht verraten kann. Mit Schrecken bemerke ich, dass ich noch immer eine weisse Windel trage. Schnell reiße ich sie ab und schmeiße sie einen Treppenabsatz tiefer. Jetzt kann mich nichts Helles mehr verraten und ich kauere mich wieder in die Ecke.

Zitternd vor Aufregung warte ich auf die Wachen, die mir entgegentrampeln. Alle meine Muskeln sind angespannt. Vor Aufregung zittere ich nicht nur leicht, sondern mein Katzenschwanz bewegt sich auch und zeigt meine Nervosität. Ich stelle mich auf den bevorstehenden Kampf ein. Krampfhaft gelingt es mir, meinen Schwanz still zu halten. Die Schritte kommen näher und ich kann den Angstschweiß der Wachen riechen.

Brrrrrr, eklig!

Noch eine halbe Treppe und sie sind bei mir. Flüchtig huscht der Strahl einer Taschenlampe über mich. Das ist für mich das Signal.

…………

“Rrrroow!”

…………

Vor Wut und Angst gebe ich während meines Sprungs ein lautes Brüllen und Fauchen ab. Es sind zwei Wachen, sie sind vor Schreck erstarrt. Ich nutze die Gelegenheit und schlage zu. Unbewusst habe ich dabei meine Krallen ausgefahren. Polternd fallen ihre Waffen auf den Boden, die Wachen stürzen hin und bleiben still liegen. Als ich auf meinen Pfoten lande ist alles vorbei. Blutend liegen die beiden Wachen vor mir und ich muss erkennen, dass ich selber auch eine Waffe bin. Ich bin einen Moment völlig erstarrt.

…………

Ich habe wieder getötet!

…………

Der Geruch von Blut steigt wieder in meine Nase und verstärkt meine animalischen

Instinkte. Wieder tritt meine menschliche Seite in den Hintergrund.

…………

Verschwommen registriere ich nur noch, wie ich die Treppen weiter hoch renne, einen Raum mit einer Rezeption betrete und weitere Wachen schnell niederkämpfe. Keiner von ihnen hatte Zeit überhaupt zu reagieren, ich war schnell, zu schnell. Neue Leichen kennzeichnen meinen Fluchtweg.

Plötzlich stehe ich im Freien.

Es ist dunkel, es ist Nacht.

Der Alarm ist nur noch leise zu hören. Ich kann wieder etwas klarer denken und durchlebe gleichzeitig einen intensiven Schock. Alle meine Sinne arbeiten schlagartig auf einmal sehr intensiv. Viele bekannte und unbekannte Gerüche stürzen gleichzeitig auf mich ein, die Geräusche ebenso. Diese vielen Sinneseindrücke machen mir Angst und erregen mich gleichzeitig. Das Tier in mir will wieder instinktiv reagieren. Meine Besonnenheit kehrt jedoch allmählich zurück und drängt das Tier in mir zurück. Ich erkenne den Geruch von frisch geschnittenem Gras, gemischt mit dem Geruch von Menschen und Tieren. Viele kenne ich nicht. Die Geräusche setzen sich aus dem Rauschen des Windes, Tierlauten, die ich noch nicht einordnen kann und dem Lärm des Alarms zusammen.

…………

Vor Aufregung pocht mein Puls heftig und mein Atem ist beschleunigt. Mein Schwanz bewegt sich automatisch und zeigt meine Erregung.

Auch meine Augen sind lichtempfindlicher und ich erkenne vieles obwohl es Nacht ist. Ich blicke mich um. Hinter mir befindet sich ein Gebäude mit zwei Etagen, umgeben mit einem parkähnlichem Gelände, das spärlich beleuchtet ist. Nur wenige Fenster im Gebäude sind beleuchtet. Neben dem Gebäude ist ein Parkplatz. Einige Autos stehen dort. Der Geruch von Benzin wird durch den Wind zu mir getragen, Es stinkt regelrecht, immer wenn eine Windböe mich erreicht. Die Zufahrt ist von einem Tor verschlossen, an dem ein Kontrollhäuschen steht Bewaffnete Männer in Uniform, sie haben das Tor abgeriegelt und stehen mit schussbereiten Waffen davor.

…………

Ohne gross nachzudenken renne ich in die andere Richtung am Gebäude entlang in Richtung des Zaunes, weg von den Wachen am Tor, weg vom Licht. Die Dunkelheit ist die beste Tarnung für mich. Ich erreiche den Zaun und ohne nachzudenken springe ich darüber und lande im Wald, der die ganze Anlage umgibt. Flüchtig wundere ich mich über meinen Sprung, aber ich habe keine Zeit darüber nachzudenken. Ich muss weg!

Ich renne los.

Wohin kann ich gehen?

Mit meinen Katzenaugen kann ich gut sehen. Ich erkenne viele Grautöne und kann dadurch Hindernissen ausweichen.

Tapp, tapp, tapp……….

Es sind meine leisen Laufgeräusche. Ich bewege mich in einem leichten, schnellen Tempo und habe das Gefühl, es lange halten zu können.

Tapp, tapp, tapp……….

Meine gleichmäßigen Laufgeräusche beruhigen mich.

Tapp, tapp, tapp……….

Ich habe nur noch einen Gedanken, weg von dem Laboratorium, doch die Angst in mir läuft mit.

Tapp, tapp, tapp……….

“Rrrroow!”

Man brülle ich laut. Mein Gebrüll beim Laufen dämpft die Angst, schiebt sie beiseite und macht meine Brust frei!

Tapp, tapp, tapp……….

Wie lange laufe ich bereits?

Bin ich weit genug weg?

Nein!

Noch bin ich nicht müde, also laufe ich weiter. Es ist eigenartig. Früher war ich nicht sportlich und machte nur die notwendigsten Bewegungen, wie eben ein normaler Mensch ohne sportlichen Ehrgeiz. Aber jetzt macht mir das Laufen Spass und ich spüre meine physischen Kräfte.

Es ist für mich befreiend.

Ich bin kräftig und stark, stärker als früher.

Tapp, tapp, tapp……….

Ich versuche über meine Situation nachzudenken.

Was bin ich jetzt?

Was kann ich tun?

Wie sieht meine Zukunft aus.

Was passiert mit Monik, meinem Töchterchen.

…………

Mir wird klar, ich werde sie nie wieder sehen, sie nie wieder in den Arm nehmen, nie wieder sehen, wie sie die Welt mit ihren neugierigen Kinderaugen entdeckt. Ich werde nie erleben, wie sie allmählich erwachsen wird. Verzweiflung steigt in mir hoch. Tränen behindern meine Sicht und ich bleibe stehen. Alles stürzt auf einmal auf mich ein,

…..meine verlorene Vergangenheit,

…..meine Verluste,

…..meine Transformation, .

….die Ungewissheit über meine Zukunft

…..????????

Schlagartig öffnen sich alle Schleusen, ein Weinkrampf schüttelt meinen Körper. Alle Gedanken kreisen nur um mein verlorenes Leben.

…………

Ein Gedanke taucht aus den Tiefen meiner Verzweiflung auf.

Soll ich aufgehen?

Soll ich…………., soll ich mein Leben beenden?

…………

N E I N!!!!

…………

Die Katze in mir will nicht diesen Weg gehen, sie will leben.

Und der Mensch in mir?

Er ist verzweifelt, zornig, voller Hass. Hass auf diejenigen, die das aus mir gemacht haben. Zorn und Hass, zwei starke Emotionen verdrängen beim Menschen die Verzweiflung und den Wunsch nach Aufgabe.

…………

N E I N!!!!

…………

Aufgeben ist keine Lösung, es ist eine falsche Lösung. Mensch und Tier schliessen sich zusammen, der Hass und der Lebenswille schliessen einen unheimlichen Packt. Der Verstand gewinnt allmählich wieder die Oberhand. Die Verzweiflung wird durch den Wunsch nach Rache verdrängt.

Ein Gedanke nimmt Gestalt an: Dumme Kuh!

Du musst weiter!

Die werden dich verfolgen und du wirst wieder kämpfen müssen. Aber hier ist für den Kampf ein schlechter Platz.

Also Mieze, los heb deinen Arsch hoch und gehe weiter!

Ich erhebe mich und wische mir mit meiner Pfote die Tränen aus dem Gesicht und blicke mich trotzig um.

Ich laufe wieder weiter.

Tapp, tapp, tapp……….

Es dämmert langsam und ich erreiche den Waldrand. Vor mir sind Maisfelder, dahinter sind bewaldete Berge. Berge und Wald, ein idealer Platz zum Verstecken und ………… zum Kämpfen!

…………

Die Berge muss ich unbedingt erreichen. Dort kann ich mich verstecken! Dort kann ich planen, wie es weiter gehen soll. Ich erhöhe das Tempo und renne durch die Felder in Richtung der Berge. Ich renne immer den Trampelpfad entlang, den Tiere vor mir getreten haben. So komme ich schneller vorwärts.

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

Es dämmert stärker, es wird heller. Ich muss mich beeilen, damit ich den nächsten Wald erreiche.

Tapptapp, tapptapp, tapptapp…………

Das Laufen hilft mir wieder beim Nachdenken. Eines wird mir klar, so wie ich bin, darf ich mich den Menschen nicht zeigen. Die Menschen werden mich jagen. Sie sind jetzt meine Feinde.

Menschen sind grausam, sie töten erst das Unbekannte und erfragen dann erst den Hintergrund.

Menschen sind doch nur triebgesteuerte nackte Affen, die von primitiven Instinkten geleitet werden. Alles Fremde, alles was anders intelligent sein könnte wird gejagt und getötet. Sie begreifen nicht die vielseitige Tiefe der Evolution, das Zusammenspiel allen Lebens in dieser Welt.

Jetzt haben sie Gott gespielt ………… und mich erschaffen.

Mich, ein intelligentes Wesen, halb Mensch, halb Katze! Ich bin die Erste! Auf alle Fälle mehr Katze als Mensch. Nein, ich will nicht so primitiv wie ein Mensch sein. Ich kann stolz sein, ich bin ein neuer Weg der Evolution!

Ich bin eine Katze!

Angeber!

Die nackten Affen entscheiden jetzt, ob wir friedlich zusammen leben können ………… oder gegeneinander kämpfen.

…………

Klingt irgendwie ………… überheblich! Aber dieser aufkommende Stolz macht mich stark.

…………

Ich bin mir sehr sicher, ich werde um meine Freiheit kämpfen müssen, kämpfen und töten, …………..sinnlos töten!

…………

Wie grausam und dumm!

…………

Aber gibt es einen anderen Weg für mich? .

…………

Mich selber töten ist ein inakzeptabler, ein falscher Weg! Mich fangen und in einen Zoo einsperren lassen und dort um Süßigkeiten betteln?

Wie entwürdigend, ………….. keine Alternative für mich! Ich will frei sein, selbst mein Leben bestimmen, dafür werden ich kämpfen …….müssen!

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

…. Allmählich rücken der Wald und die Berge näher. Die Sonne

…. schiebt sich langsam über den Horizont. Leichter

…. Morgennebel breitet sich aus.

Ich muss mich beeilen!

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

…. Die Strahlen der Morgensonne lösen die Nebelschwaden auf

…. und erwärmen langsam die Welt. Die Vögel zwitschern

…. bereits ihr Morgenlied.

Eigentlich ist die Welt um mich herum auch friedlich. Es könnte immer so sein, wenn, ja wenn da nicht der Mensch wäre.

………

Ich überquere eine Strasse, laufe in das nächste Feld und folge wieder einem Trampelpfad, den irgendwelche Tiere vor mir gelaufen sind.

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

Die Berge und der Wald rücken näher. Immer mehr Einzelheiten der Landschaft vor mir kann ich erkennen.

…………

Langsam werde ich müde und ich möchte eine Pause machen. Dieser Ort ist aber nicht dafür geeignet. Ich muss den Wald erreichen. Es ist nicht mehr weit. Ein Hahn kräht in der Ferne.

So, nur noch an der grossen Weide vorbei.

Endlich erreiche ich den Wald und laufe hinein. Er ist sehr verwildert. Ideal, es gibt kaum Spuren von Menschen.

Ist das ein geschütztes Gebiet, wo der Mensch mal ausnahmsweise wenig in die Natur eingreift?

Das leise Plätschern eines Baches erinnert mich an meinen Durst, der sich schon einige Zeit bemerkbar macht. Ich mache es mir am Ufer bequem und lösche meinen Durst. Es schmeckt etwas eigenartig. Es ist eben ganz ohne Chemie.

…………

Na komm Katze, du musst noch tiefer in den Wald. Los, weiter!

Tapp….., tapp….., tapp…., tapp….., tapp…..

Langsam gehe ich am Bach entlang tiefer in den dichten Wald und entdecke eine kleine Lichtung mit viel Moos und Gras. Es ist weit genug! Ich mache jetzt eine Pause. Die Sonne scheint auf meinen Pelz und wärmt mich. Wie angenehm! Ich werde schläfrig und schliesse meine Augen. Ich entspanne mich.

…………

Als ich wieder aufwache, steht die Sonne fast senkrecht über mir und brennt jetzt ihre Wärme voll auf meinen Pelz. Mir ist warm und ich kühle mich am Bach etwas ab. Irgend etwas hält mich aber ab, ganz in den Bach zugehen und mein Fell nass zu machen.

So viel Wasser??

…………

Brrrr

…………

Ich schüttle mich………..,

das Wasser………..,

das ist ja so nass!

…………

Plötzlich werde ich unruhig. Es kribbelt mir im Rücken. Die Haare auf meinem Rücken stellen sich auf. Misstrauisch sehe ich mich um und lausche intensiv. In der Ferne höre ich Hundegebell, begleitet von einem lauten Brummen. So dumm können doch nur Hunde sein und ihre Anwesenheit mit ihrem Gebell anzeigen. Eines stört mich, das Gebell und das Brummen kommt näher und es sind mehrere Hunde. Das Brummen kann ich nicht erklären.

Werde ich jetzt schon gejagt?

Ich hätte nicht schlafen dürfen.

Ich muss weiter!

Der Schlaf hat mich gekräftigt.

Ich bin ausgeruht, ich bin stark!

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

Ohne mich umzublicken renne ich weiter in Richtung der Berge. Immer öfter tritt nackter Fels zutage. Mensch und Katze in mir scheinen sich wieder zu trennen. Das Gebell hinter mir wird allmählich lauter.

…………

Sie scheinen ohne Leine, frei hinter mir herjagen zu können und die nackten Affen …………

schnaufend hinter her. Eine schöne Vorstellung.

Grins!

Diese Schwächlinge

…………

Sei nicht so überheblich!

Früher, als Mensch war ich doch auch ein Bewegungsmuffel.

Konzentriere dich lieber auf deine Umgebung. Eine ungünstige Zeit jetzt zum Führen von Selbstgesprächen!

…………

Die Trennung in mir scheint wieder zu verschwinden. Verstand und Instinkt arbeiten nun wieder gemeinsam und konzentrieren sich auf den weiteren Weg. Der führt mich immer weiter den Berg hinauf. Der Wald lichtet sich allmählich. Abrupt muss ich plötzlich stehen bleiben. Vor mir befindet sich eine enge, tiefe Schlucht. Ich blicke nach hinten und erkenne drei Hubschrauber, die anscheinend den Hunden folgen. Darum sind sie so schnell!

Die jagen mich doch!

Mir bleibt nur ein Weg.

Ich versuche die Breite der Schlucht abzuschätzen und gehe unbewusst rückwärts. Immer näher kommt das Gebell!

…………

Ich habe keine Zeit zum Nachdenken.

Ich renne los und springe kraftvoll am Rand der Schlucht vorwärts

…………

…………

…………

und lande sicher auf der anderen Seite.

Tapptapp, tapptapp, tapptapp …………

Ich renne weiter in den lichten Wald auf der anderen Seite. Ich werde für die Verfolger wieder unsichtbar. Die Hubschrauber kommen näher. Die Hunde stehen bellend am Rand der Schlucht, die Hubschrauber kreisen über ihnen. Ich renne weiter und vergrößere wieder den Abstand zu meinen Jägern. Ich bleibe kurz stehen und blicke mich um. Die Sonne neigt sich westwärts zum Horizont. Es scheint später Nachmittag zu sein. Bald wird es wieder dunkel sein, und ich kann mich besser verstecken. Die Kreise der Hubschrauber werden grösser. Sie fliegen nebeneinander in meine Richtung.

Sie suchen mich!

Ich verstecke mich in einem Gebüsch und drehe ihnen meinen Rücken zu. Mein weißes Brustfell könnte mich wieder verraten. Die Hubschrauber sind über mir

…………

und fliegen langsam mich suchend weiter.

Ich will gerade weiter laufen, als alle drei Hubschrauber umkehren und wieder auf mich zu fliegen.

…………

Warum?

…………

Hat mich was verraten?

…………

Ich schaue mich um.

Ich befinde mich in einem Tal. Eine Seite wird durch die Schlucht begrenzt. Die Hunde, die mich gejagt haben, stehend kläffend an dessen Rand. Die Berge bilden die zweite natürliche Begrenzung des Tales, das mit einem licht Wald und Büschen bewachsen ist. Die Hubschrauber kreisen immer noch im Tal. Ich muss weg hier.

…………

Aber

……………

wohin?

…………

Meine Instinkte sagen mir, ich muss flüchten, einfach losrennen, weg von der Gefahr. Mein Verstand sagt das Gegenteil. Wenn ich einfach losrenne, können sie mich hier leicht entdecken. Jede Faser meines Körpers zittert vor Aufregung und Nervosität.

…………

Was kann ich tun?

…………

Es dauert noch eine Weile, bis die Sonne unter geht und es Nacht wird. Die Hubschrauber kreisen noch immer in diesem Tal. Endlich, sie fliegen weg! Nein! Einer kreist weiter, nur zwei Hubschrauber fliegen weg.

Warum kreisen sie nur in diesem Tal?

Was verrät mich nur?

Wieso kreisen sie dann hier nur herum?

Ob sie wissen, dass ich in diesem Tal bin, aber nicht wissen, wo genau ich bin.

…………

Warum?

…………

Endlich!

Der dritte Hubschrauber fliegt auch weg. Ich nutze diesen Augenblick und laufe Talabwärts, dahin, wo der Wald dichter wird. Ich muss mich vor den Menschen verstecken.

…………

Verdammt!

…………

Hubschrauber nähern sich wieder erneut dem Tal. Ich verstecke mich noch einmal unter einem dichten Busch. Der Wald ist hier schon etwas dichter. Da, da sind sie, zwei Hubschrauber, sie beginnen wieder über dem Tal zu kreisen. Die waren wohl nur tanken. Ich habe wieder Zeit zum grübeln, damit kann ich meine tierischen Instinkte unterdrücken.

Sie sagen mir noch immer:

…………

R E N N E W E G!!!!!

…………

Mein Verstand befiehlt aber liegen zu bleiben.

Verstand oder Instinkte?

Wer soll das Sagen haben?

Ich muss aufhören, dass beide streiten.

Aber warum soll nur einer bestimmen?

Ich darf keines von beiden bevorzugen oder unterdrücken, ich muss lernen, dass sie zusammen arbeiten.

Nur dann bin ich stark!

Aber wie mache ich das?

Ich bin Verstand und Instinkt, beide sind irgendwie gestört.

Mein Verstand weiss vieles von den Menschen und von der Welt, aber ich weiss nicht, woher ich das Wissen habe und warum ich die Menschen verstehe.

Ja, ich war einmal ein Mensch und hatte eine kleine Tochter.

Mein Name und vieles persönliches, weiss ich nicht mehr.

Und meine Instinkte?

Sie werden immer dann stark, wenn ich in Gefahr bin oder mich in einer extremen Situation befinde.

…………

Blöde Kuh, höre auf damit!

Es gibt im Moment wichtigeres. Ich zeige ihnen wieder meinen Rücken. Hoffentlich sehen sie mich wieder nicht. Die Sonne brennt mir regelrecht auf meinen Pelz, obwohl sie schon tief steht.

…………

Woher weiss ich das alles?

Ich war mal ein Mensch!

Warum sehe ich anders aus.

Keine Ahnung!

Warum weiss ich so viel über die Menschen?

Weil ich einmal ein Mensch war.

Warum können meine Instinkte mich leiten?

Ich weiss es nicht!

Gibt es noch andere die genau so sind wie ich?

Das weiss ich auch nicht!

…………

Wer bin I C H?

Was bin ich?

Wo komme ich her?

Warum existiere ich?

Was ist der Sinn meiner Existenz?

Ich habe viele Fragen und meistens keine Antworten.

…………

Endlich!

Die Sonne geht unter! Es dämmert. Die Sonne verschwindet hinter dem Horizont und es wird Nacht! Die Hubschrauber kreisen noch einmal über dem Tal und fliegen endlich weg. Ich warte noch einen Moment.

…………

Es wird dunkel aber ich kann immer noch gut sehen. Nur die Farben verschwinden und weichen vielen Grautönen. Der Wald wird wieder dicht und ich gehe weiter bergab. Jetzt ist es völlig dunkel. Nur gut, dass meine Augen so gut sind. Es sind eben Katzenaugen.

…………

Ich höre Lärm.

Menschen!

Haben sie mich eingekreist?

…………

Lautlos schleiche ich mit meinen Samtpfoten durch den Wald und nähere mich dem Lärm.

Da…………….!

…………

Da sind sie auf einer Lichtung.

Ein Lager.

Ha!

Diese blinden Hühner beleuchten die Lichtung. Die sind wohl nachtblind? Sie können mich nicht im Wald sehen! Viele Männer stehen herum, es sind Soldaten. Dort, an einer exponierten Stelle steht ein grosses Zelt. Menschen gehen dort ein und aus, viele sind auch bewaffnet!

Warum?

So ein Aufwand! Alles wegen mir?

…………

Warum???

…………

Ist das der Kommandopunkt?

Das Zelt steht etwas am Rand, die Rückseite ist nicht beleuchtet. Das ist für mich eine Gelegenheit, das muss ich ausnutzen!

Ob ich dort Antworten finde?

…………

Ich muss vorsichtig sein.

…………

Endlich!

Mein Verstand und meine Instinkte arbeiten zusammen. Das muss ab jetzt immer so sein! Ich schleiche mich zum Zelt und muss dabei einen Bogen durch den dunklen Wald laufen, nur so bin ich unsichtbar für die Menschen. Ganz schön blöd von ihnen, warum machen sie denn auch das Licht an! So kann ich mich wunderbar verstecken.

Ach endlich!

Ich habe es geschafft und bin an der Rückseite des Zeltes.

Diese Stimme!

Ich kenne Sie!

Es ist der alte Knacker im weissen Kittel vom Labor! Wie wohl jetzt sein Gesicht aussieht?

…. “General, sie dürfen diese Katze nicht einfach töten, sie ist

…. viel zu wertvoll!”

…. “Wieso? Sie brauche doch nur wieder ihre Suppe

…. zusammenrühren und können sich doch eine Neue basteln!

…. Ha, ha, ha……….”

…. “Nein, ……….. kann ich nicht!”

…. “Hää? Warum nicht?”

…. “Weil ich nicht weiss, wie sie entstanden ist. Ich kann diese

…. Transformation nicht wiederholen! Ich weiss nicht wieso es

…. bei ihr geklappt hat, irgend etwas ist durch einen Zufall

…. anders gelaufen. Sie hat immerhin zwei Transformationen

…. durchlaufen, die erste war die Transformation zur

…. vollwertigen Frau und die zweite zur Katze!”

…. “Na Professor, dann müssen sie eben weiter probieren!”

…. “Dazu brauche ich die Katze lebend! Ich muss sie

…. untersuchen und herausfinden, was bei ihrer Transformation

…. anders war oder weitere Exemplare mit ihr züchten, eine

…. Leiche kann ich nur sezieren”

…. “Warum haben sie überhaupt diese Katze erschaffen?”

…. “Um zu lernen, die Transformation zu beherrschen.”

…. “Wie erfolgt denn so eine Transformation?”

…. “General, das ganze beruht auf einer Entdeckung bereits im

…. Jahre 1928 von Frederic Griffits, bekannt auch als “Griffits

…. Experiment”. Er hat damit bewiesen, dass man von einem

…. Organismus Gene auf andere übertragen kann. Er hat damit

…. den Vorgang der Transformation nachgewiesen.”

…. “Also verstehe ich sie richtig, sie haben die Gene von einer

…. Katze ins Objekt transformiert?”

…. “So einfach geht es nicht. Ausserdem waren diese Gene

…. eigentlich soweit nicht vorgesehen, sie sollte nur stärker und

…. schneller werden. Ich wollte nur die gute

…. Körperbeherrschung der Katzen implantieren. Der Vorgang

…. ist aber sehr kompliziert und hat dadurch viele

…. Möglichkeiten einen Fehler zu begehen und ausserdem habe

…. ich das Objekt genetisch zu einem Weibchen gemacht!”

…. “Also Professor, dann haben sie rumgepfuscht?”

…. “Sie machen es sich einfach, General. Man muss bei den

…. Chromosomen die Gene neu anordnen. Die Gene bilden

…. dann die neuen Chromosomen, die jeweils in viele

…. Abschnitte unterteilt sind. Der Mensch hat 23

…. Chromosomenpaare. Die Gene selbst bestehen aus vielen

…. Basenpaaren. Die Abschnitte haben unterschiedliche Länge

…. und Zusammensetzungen, wie die Buchstaben und Wörter

…. in einem Buch, sie müssen dann nur noch aktiviert, also

…. gelesen werden. Die Aktivierung erfolgt durch eine so

…. genannte Transkription, also einer Umschreibung der Gene

…. zur RNA. Ein Mensch hat immerhin circa 24.800

…. verschiedene Gene, die aus 3*10 hoch neun Basen bestehen.

…. Das Problem bei der Transformation ist, genau die richtigen

…. Gene auszutauschen beziehungsweise zu verändern. Dazu

…. muss die Doppelhelix der Chromosomen…….”

…. “Mann, Professor, hören sie mit diesem verdammten

…. Fachchinesisch auf. Mir brummt mein Schädel. Sie haben

…. mir besondere Soldaten versprochen und haben statt dessen

…. dieses Raubtier, dieses Vieh erschaffen. Also rühren sie mir

…. endlich meine Soldaten zusammen!

…. Und noch eines, halten sie das nächste Mal nicht ihr Gesicht

…. hin, sieht komisch aus! Ha, ha, ha, ……….”

…. “General, um das Ziel zu erreichen brauche ich eben aber die

…. Katze lebend, wir wissen bald, wo sie sich genau befindet.”

…. “Warum haben sie den Sender nicht mit dem GPS

…. gekoppelt? Jetzt müssen wir warten, bis ihre verdammten

…. speziellen Peilgeräte da sind. Hätten sie das nicht früher

…. sagen können? Sie sind doch hier der Eierkopf und sollten

…. eigentlich denken können”

…. “General, ich verbiete…………”

…. “Ach, lassen sie es sein, Professor!”

…. “Sie könnten auch mal nachdenken, es sollte doch die

…. Geheimhaltung realisiert werden!”

…. “Hören sie auf zu schwafeln, Professor. Beantworten sie

…. lieber die Fragen, schliesslich müssen meine Männer gegen

…. dieses Vieh fange äh ich meine kämpfen”

…. “Sie sollen nicht kämpfen sondern einfangen, wie oft muss

…. ich das noch sagen! Ich dachte die Hunde würden reichen

…. und ausserdem musste der Sender auch klein sein, damit er

…. hinter dem linken Schlüsselbein versteckt werden konnte.

…. Und überhaupt, kann ich nichts dafür, dass dort eine

…. Schlucht ist, ihre Dackel die Spur verlieren und nicht weiter

…. können. Hier haben sie keinen Ansatzpunkt um die Spur neu

…. aufzunehmen.”

…. “Professor, hören sie auf zu denken und machen sie lieber

…. ihre Arbeit”

…. “Mit den Peilgeräten können wir sie bis auf einen Meter

…. genau finden und dann einfangen!”

…. “Ich gehe aber kein Risiko ein, wenn das Vieh rum zickt,

…. wird es erschossen!”

…. “General, ich…………..”

…. “Genug, wo bleiben diese verdammten Peilgeräte? Muss ich

…. immer alles alleine machen?

…. ………..

…. Ordonnanz………..,

…. verdammt, …… wo bleibt diese blöde Schlafmütze.

…. ………… M A J O R!!!!!”

………….

Ich schleiche mich wieder zurück in den Wald.

Ein Sender?

Ich muss ihn finden!

Ich taste mein linkes Schlüsselbein ab.

Da ist er!

Ein harter Knubbel! Es stimmt also, er muss raus!

Aber wie?

Einen Moment mal, woher weiss ich, was ein Sender ist? Was habe ich früher gemacht?

…………

Ich komme nicht rann.

…………

Ein Messer müsste man haben.

…………

Es bleibt nur eines, ich muss meine Krallen benutzen, scharf und spitz sind sie ja. Ich ertaste genau die Stelle, wo sich der Sender befindet, fahre meine Kralle aus und steche sie mir ins Fell.

…………

“RRRRRooooow!”

…………

Tut das weh.

Mann, Katze, halte die Klappe!

Ich muss still sein! Ob sie jetzt wissen, dass ich hier bin?

…………

Da ist er, ich muss ihn irgendwie greifen. Ich pule in der Wunde rum

…………

verdammt, tut das weh!

Da ist endlich das Mistding!

Was mache ich mit dem Sender?

Ich habe eine Idee, ich weiss es! Also schleiche ich mich zurück zur Lichtung und gehe wieder in einem grossen Bogen zur anderen Seite der Lichtung, wo ein Jeep und mehrere LKWs stehen. Die letzten Meter zum Jeep muss ich vorsichtig kriechen. Geschafft! Ich verstecke den Sender im Fahrzeug und krieche wieder in den Wald.

Die werden sich wundern!

Ich gehe am Besten zurück zum Kommandozelt, vielleicht erfahre ich noch mehr. Einige Fragen sind ja beantwortet, aber vieles verstehe ich nicht, wie sagte dieser General, es ist eben Fachchinesisch. Apropos General, den werde ich mir eines Tages noch vorknöpfen, der will mich schliesslich töten.

…………

Da ist das Zelt, jetzt muss ich wieder leise sein.

……….

…. “Soldat, was macht das Signal?”

…. “Klar und deutlich, Herr General. Meiner Meinung nach

…. müsste das Vieh in der Nähe sein, weil das Signal so stark

…. ist”

…. “Ich habe sie nicht nach ihrer Meinung gefragt. Halten sie

…. gefälligst ihre Klappe!”

…. “Jawohl, General!”

…. “Ordonnanz!”

…. “Herr General!”

…. “Nehmen sie den Jeep und fahren sie dem Transporter mit

…. den Peilgerät entgegen. Machen sie diesen Schlafmützen

… Beine! Wie lange muss ich noch auf diese Typen warten?”

…. “Zu Befehl, General!”

…………

Und jetzt? Der Jeep fährt weg Was mache ich jetzt? Ich werde noch etwas bleiben.

……….

…. “War das Gebrüll vorhin von dem Vieh? …… ”

…. “Ja! Das Tier in ihr manifestiert sich.”

…. “He, Professor, kann dieses Vieh eigentlich wie ein Mensch

…. denken?”

…. “Im Prinzip ja, aber sie wird zur Zeit durch ihre Instinkte

…. geleitet, ihre Gedächtnisentgramme wurden durch

…. Medikamente und ein starkes EM-Feld gelöscht, ihr Gehirn

…. ist wie bei einem Baby leer, nein sogar noch leerer. Es sollte

…. doch noch konditioniert werden. Im Augenblick wird sie nur

…. von ihrer tierischen Seite, also den Instinkten

…. geleitet………….”

………..

Ha, wenn dieser Mummelgreis wüsste, wie sehr er sich irrt! Es ist also richtig, dass Verstand und Instinkt zusammen arbeiten müssen. Ein Vorteil, den ich nutzen muss.

………….

…. “Mann, Professor, stellt man ihnen nur eine einfache Frage

…. fangen sie schon wieder mit ihrem Fachchinesisch an.

…. Können sie nicht wie ein vernünftiger Mensch verständlich

…. reden?”

…………

Es wird Zeit, ich muss mich wieder verstecken!

Halt!

Einen Moment noch.

Da kommt ein Transporter!

…………

…. “General, die Peilgeräte…………”

…. “Endlich! Schalten sie ein Gerät sofort ein! Mit dem Zweiten

…. bauen sie eine Dreieckspeilung auf”

…. “Jawohl!”

…………

…. “General, ich empfange ein Signal!…………. Laut der

…. Messung …… ist sie 40 km weg! …………. Sie ist nicht mehr

…. im Tal! Mann, ist die Schnell, die Peilung ändert sich

…. laufend”

…. “Verdammte Sauerei! …………. Professor, wie kann das

…. sein?”

…. “Ich weiss es nicht General. Laut Vorgaben sollten die

…. Versuchsobjekte stark, schnell, kräftig und ausdauernd sein.

…. Anscheinend erfüllt mein Kätzchen alle Vorgaben. Ich bin

…. schon auf die Untersuchungsergebnisse gespannt”

…. “Ha, Kätzchen, sie spinnen wohl! Wenn meine Männer das

…. Vieh sehen haben sie Befehl zum schiessen. Ich gehe kein

…. Risiko ein!”

…. “General, das können sie nicht tun, ich habe ihnen doch

…. erklärt, dass…………”

…. “Ach, halten sie ihre Klappe! Ich habe Order, dieses Problem

…. so schnell und leise wie möglich zu erledigen. Ein

…. Blattschuss ist eben die sauberste Lösung! Nichts von dieser

…. Angelegenheit darf an die Öffentlichkeit.”

…. “General, ……..Herr General……..”

…. “Was ist denn nun schon wieder?”

…. “Die Peilung besagt, dass das Vieh jetzt über 70km entfernt

…. ist!”

…. “Alle Mann sofort zum Abmarsch bereit machen! Wir

…. müssen hinterher. Das haben sie nun davon, Professor. Das

…. Vieh ist doch schlauer als sie Denken.”

…. “Unmöglich, General, nur ihre Instinkte sagen ihr, wie bei

…. jedem Tier, dass sie sich von einer Gefahr entfernen muss.

…. Es ist also der reine Fluchtreflex. Mal sehen, wie weit sie

…. sich entfernt. Sie ………..”

…………

Jetzt habe ich vieles zum Nachdenken, aber ich habe im Augenblick keine Zeit. Lange werden sie nicht mehr darauf reinfallen. Ich muss die gewonnene Zeit ausnutzen und mich verstecken!

…………

Aber wo?

…………

Wie soll es eigentlich weiter gehen?

…………

Warum gibt es noch immer so viele Fragen?

Was kann ich tun?

So was dummes, erst beschwere ich mich, dass es so viele Fragen ohne Antworten gibt und dann stelle ich mir noch ständig selbst welche. Ganz schön verkorkst! Na los, denke nach, was kann ich tun?

…………

Ich darf mich nicht von den Menschen fangen lassen. Welche Alternativen habe ich denn? Hier im Tal bleiben kann ich nicht, die Meute kommt garantiert zurück, wenn sie den Trick bemerken.

…………

Mmmmmmm

…………..

Weiter Tal abwärts kann ich auch nicht gehen, da laufe ich den Menschen direkt in ihre Fallen. Bleiben nur die Berge. Aber da gibt es keine Deckung. Ich muss mich dort irgendwo zumindest tagsüber verstecken. Also los, lauf endlich los!

…………

Verdammt, ich fange schon wieder an zu Grübeln. Katze, jetzt nicht! Ich glaube, jetzt fang ich an zu spinnen. Ich bezeichne mich nun selber als Katze. Mann, o Mann. Aber mal so einfach betrachtet bin ich doch Eine, nur etwas anders.

Oder bin ich ein Mensch?

Mensch oder Katze!

Was ist an mir noch menschlich und was ist Katze?

Bin ich beides?

Schluss jetzt!

…………

Die Pflanzen werden immer seltener. Das Geröllfeld sieht nicht gerade begehbar aus, aber ich muss da lang gehen. War wohl früher ein Gletscher.

…………

Verflixt, alles lockeres Gestein. Am besten gehe ich dort lang wo die grossen Steine liegen. Wenn die nicht rutschen muss der Boden fester sein. Mal ausprobieren.

…………

Es geht!

…………

Der Boden wird fester. Ich gehe einfach die Schlucht entlang, da komme ich tiefer in die Berge. Einige Zeit bleibt es noch Nacht, und ich habe noch etwas Zeit. Da vorne endet die Schlucht, und eine neue Senke tut sich auf. Mal sehen, was mich dort erwartet.

…………

“Uuuaaaaaa!”

…………

Mann, o Mann, von dem Gähnen bekomme ich noch Maulsperre, ich bin müde und ich habe so ein merkwürdiges Gefühl zwischen den Beinen. Es ist schon eine Weile her, dass ich geschlafen habe. Jetzt ein weiches, kuscheliges Bett, sich streicheln, statt dessen latsche ich hier durch die Botanik nur um frei zu sein. Freiheit, wie das klingt, ein kleines Wort aber mit so einer grossen Bedeutung. Ich wollte ja frei sein, deshalb bin ich unterwegs, deshalb muss ich den Menschen aus dem Weg gehen.

…………

Halt!

Was ist das für ein dunkler Fleck gleich neben der Quelle?

…………

Eine Höhle! Eigentlich ein guter Ort zum Verstecken, wenn sie gross genug ist. Ich werde hinein gehen, aber erst mal was trinken

…….

Ahhhhhh!

…….

Es gibt nichts Besseres, als frisches Quellwasser. Und jetzt ab in die Höhle.

…………

“RRRRRooooow!”

………

“rroow

………

rrow

………

row……….!”

…………

Ein starkes Echo, die Höhle muss gross sein. Ist doch ideal. Musste aber dieses Gebrüll sein? Katze,

…………

halt die Klappe! Es ist ganz schön dunkel hier.

…………

Merkwürdig! Ich sehe die Höhle in einem schwachen grünen Licht. Es müsste doch dunkel sein. Ist dass eine Strahlung? Radioaktivität? Kann sie so gleichmäßig sein? Als ob die Höhle mit einem schwachen grünen Licht beleuchtet wird. Los Katze, gehe tiefer in die Höhle.

…………

Überall das gleiche Licht.

…………

Ein schmaler Gang, was kommt dahinter?

…………

Eine neue Höhle.

Sie ist auch beleuchtet.

Ziemlich dunkel, aber ich kann alles erkennen.

…………

“RRRRRooooow!”

………

“rroow

………

rrow

………

row………!”

…………

Ach Katze, du kannst es nicht lassen. Aber das Echo ist noch immer so stark. Kann ein Echo einen schmalen Gang lang kriechen? Sieht so aus, als ob diese Höhle riesig ist. Was ist das da oben? Ein kleiner Spalt! Mal sehen, ob ich ran komme. Am besten nehme ich Anlauf und springe hoch.

…………

Geschafft!

O Mann, ist das eng!

Ahhh, es wird breite, eine kleine Höhle. Sie ist trocken. ideal als Schlafplatz, bloss ein bisschen hart. Ich werde mich ausruhen, hier bin ich sicher. Ist das schön, sich mal auszustrecken, es fängt wieder an zu kribbeln.

…………

Uiii, mir krabbelt mein Schritt immer stärker.

…………

Ich habe doch bloss meine Hände. Hände? Neee, meine Vordertatzen.

…………

Mmmmm tut das gut, so guuut!

…………

Schneller, ich muss schneller rubbeln!

Ohhhh!

Mmmmm!

Fühlt sich gut an, ich werde immer erregter.

…………

Sind das schöne Gefühle! Ja, ja, jaaaaaa…………….!

…………

Mann, war das schön. Mein ganzer Körper hat gezittert.

Ein Orgasmus! I

ch fühle mich angenehm entspannt.

Ich wusste gar nicht, dass eine Frau so fühlen kann. Also bin ich doch eine Frau! Mmmmmm,

…………..

meine Tatze ist ja ganz nass.

Schnief!

So riecht also eine Frau, nein ich rieche so.

Nicht schlecht!

Ich muss meine Tatze reinigen.

…………

Schmeckt nicht schlecht, wenn bloss diese Haare nicht wären.

…………

Ich bin müde und werde jetzt etwas schlaaa…. fen…………

…………

…………

…………

…. “……na kommt, Jungs. Ich habe doch schon gesagt, hier in

…. der Höhle rum zu kriechen ist eine blöde Idee!”

…………

Was ist das für ein Lärm?

Haben sie mich entdeckt?

Das grüne Leuchten ist weg und die Taschenlampen blenden mich, obwohl die nicht direkt herleuchten. …

…………

…. “Befehl ist Befehl.”

…. “Scheiss Befehl!”

…. “Was suchen wir eigentlich?”

…. “Irgend so ein komisches Vieh.”

Endlich, ich kann wieder richtig sehen.

…. “Mann, wir sind Soldaten und keine Jäger!”

…. “Den ganzen Tag latschen wir schon durch die Berge und

…. nichts!”

…. “Aber die Hunde haben uns in dieses kleine Tal geführt und

…. kurz vor der Höhle haben sie die Spur endgültig verloren. Es

…. könnte in dieser Höhle sein!”

…………

Schon wieder diese Viecher, blöde Kläffer, kommen mir andauernd in die Quere.

…………

…. “Ist aber dunkel hier, und mit diesen Tranfunzeln könnte das

…. Vieh direkt vor uns her spazieren, und wir würden es gar

…. nicht sehen”

…. “Irgendwie hast du ja Recht, und die blöden Funkgeräte

…. funktionieren auch nicht mehr”

…. “Stimmt, seit dem letzten engen Gang.”

Ich muss vorsichtig sein. Nur kein Laut!

…. “Hört endlich mit dem Geschwätz auf! Wir müssen weiter!”

…. “Wohin denn, Sergeant?”

…. “Tiefer in die Höhle, Mann!”

…. “Muss das sein?”

Endlich, sie gehen weg.

…. “Ich bin doch keine Höhlenratte die durch jedes Loch

…. kriecht.”

…. “Genau, ein paar Gasgranaten hätten es auch getan.”

…. “Blödmann! Wir hätten danach auch wieder in die Höhle

…. kriechen müssen und das in voller Schutzausrüstung!”

…. “Los ihr faulen Hunde! Kommt weiter!”

…. “Ja, ja, kommen ja schon!”

…. “Sklaventreiber!”

…. “Und haltet endlich eure Klappe”

…………

Sie sind weiter gegangen, und es wird wieder dunkel. Jetzt sehe ich gar nichts. Da, das grüne Leuchten kommt wieder, und ich kann alles erkennen. Scheint wohl doch keine Strahlung sein, sonst wäre das grüne Licht sofort da gewesen, aber es kam ganz langsam wieder. Es hat genau so lange gedauert, wie der Moment bis zum Sehen, als ich geblendet war. Sollten das etwa meine Augen sein? Haben die mich so weit verändert, und ich kann in Dunklen sehen?

Nur was sehe ich?

Ich muss hier sofort raus!

…………

Nein! Warte!

…………

Ich muss warten bis die Soldaten wieder aus der Höhle raus sind. Vor der Höhle sind wahrscheinlich noch mehr Soldaten. Katze habe Geduld!

…………

Anscheinend arbeiten Verstand und Instinkt, also Mensch und Katze, zusammen. Kein verwirrendes Streiten mehr, aber meine Sinne arbeiten mit Höchstleistung. Ich habe mich nun unter Kontrolle, hoffentlich bleibt es dabei. Hier oben bin ich in Sicherheit. Mein Schlafplätzchen ist von unten kaum zu erkennen. Die Soldaten tappen wie blinde Hühner durch die Höhle.

…………

Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch.

…………

Ich hab Hunger und ich muss nun warten anstatt zu jagen!

Jagen?

Bin ich wirklich soweit Katze, dass ich jagen will?

Ja, ich bin eine menschliche Katze die Hunger hat und deren Magen knurrt. Ich muss mich ablenken.

…………

Aber wie?

…………

Es ist eigentlich Zeit zum Nachdenken über das, was ich erfahren habe. Mal sehen.

Die Fakten sind doch klar.

Ich war ein Mensch, und zwar ein Mann.

Meine Erinnerungen haben sie gelöscht.

Nein, stimmt nicht ganz.

Ihnen ist es gelungen, alles zu löschen, das mein Leben, meine Persönlichkeit betraf.

Kein Name mehr.

Keine Erinnerung, woher ich komme.

Wer waren meine Eltern?

Oder wie alt bin ich eigentlich?

Wie habe ich gelebt.

Nur an meine kleine Tochter kann ich mich erinnern. Ich glaube darüber könnte ich stundenlang nachdenken aber wichtig ist doch, dass ich das restliche Wissen habe. Ich kann die Sprache verstehen und sogar lesen, nur reden kann ich nicht. Schreiben werde ich wohl mit diesen Krallen auch nicht mehr können.

…………

Was habe ich erfahren?

So habe ich erfahren, dass dieser Professor bei mir ein Gentransfer durchgeführt hat, und er meine damit neu programmiert hat. Mein Körper hat sich entsprechend verändert. Ich bin eine Frau und eine Katze gleichzeitig.

Meine Sinne sind viel besser als vorher.

Ich bin schneller und stärker als früher.

Ich kann nicht mehr sprechen, habe ein Fell und einen Schwanz.

Sehr lang und ganz schön beweglich.

…………

Weil ich jetzt so anders aussehe, muss ich mich vor den Menschen verstecken und weil der Professor mich zerschnippeln will. Der Typ will noch mehr Menschen verwandeln und gleichzeitig eine Gebärmaschine aus mir machen, das bin ich aber nicht.

…………

Aber eine gute Sache ist, dass ich jetzt etwas darüber weiss, wie eine Frau so fühlen kann, wie sie duftet und schmeckt. Eine richtige Frau sein, muss schön sein.

…………

Argh!

Schon wieder diese Haare!

Jetzt habe ich doch tatsächlich mich wie eine Katze geputzt. Mein Fell ist jetzt sauber, dafür aber habe ich jetzt diese Haare von meinem Fell im Mund. Still jetzt, sie kommen wieder!

…. “…….latschen Stunden lang durch diese riesige Höhle und

…. sehen kein Monster!”

Die Soldaten kommen zurück. Hoffentlich hören sie mein Magenknurren nicht. Jetzt müsste ich ein Fläschchen mit dem Brei haben, auch wenn er so dünn war.

Bähh!

Brei!

…. “Oh Mann, du alte Filzlaus, wir gehen doch schon zurück,

…. hör auf zu meckern!”

…. “Ist euch eigentlich klar, dass wir heute keine Sonne gesehen

…. haben? Wenn wir raus sind ist es schon wieder Nacht.”

…. “Na und? Hauptsache wir kriegen Ausgang und können uns

…. ein paar Biere in den Hals kippen.”

…. “Und einige hübsche Mädels aufreißen!”

Typisch Schwanzgesteuert. Männer!

War ich auch so primitiv?

…. “Disziplin Leute, sind doch gleich draussen.”

…. “Hauptsache, du hast Recht Sergeant!”

Endlich, sie sind in der anderen, der ersten Höhle.

…………

Was mache ich jetzt?

Am besten abwarten!

…………

Jetzt sind sie endlich raus und ich kann mich Richtung Ausgang schleichen.

…………

Da ist der Ausgang,

…………..

der Soldat hatte Recht, es ist bereits Nacht. Schön vorsichtig und leise weiter! Zum Ausgang!

…………

Was ist das?

Ich bin schon wieder geblendet.

Es ist doch Nacht.

Es hat zum Glück nicht lange gedauert, jetzt kann ich wieder normal sehen. Alles wieder grau in grau. Also doch, meine Augen hat er auch modifiziert und das schwache grüne Licht in der Höhle war auf alle Fälle keine Radioaktivität.

Was war es dann?

Was hat die Höhle so ausgeleuchtet?

Was habe ich gesehen?

Ich weiss es nicht.

Egal.

Die Soldaten sind mit einem Hubschrauber weg geflogen.

…………

Eine warme, sternklare Nacht. Ich habe Hunger, wo bekomme ich nun was zu fressen her?

…………

Am besten ich gehe vorsichtig talabwärts.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Ich muss aufpassen, bloss nicht meinen Jägern in die Arme laufen.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Es macht Spass leise durch den Wald zu laufen.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Stopp!

Das sind Lichter!

Es ist die Lichtung, sie sind wieder da!

Ich muss jetzt sehr vorsichtig sein und meine Samtpfoten nutzen.

…………

Vorsichtig!

………..

Leise!

…………

Es scheint sich keiner im Wald zu befinden. Sie sind alle auf der Lichtung. Wenn ich zur Höhle zurück will, kann ich es nur im Dunklen machen.

Also Beeilung!

Ich habe nicht viel Zeit.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Der Wald ist zu Ende.

Ich habe Hunger!

Eine Weide!

Kühe!

…………..

Fleisch!

…………

…………

…………

Mann, bin ich satt! Was war das eben?

Ich kann mich kaum so richtig erinnern.

…………

???????

…………

Ich bin auf die Weide gerannt …….. und habe eine Kuh getötet.

Nein!

Gejagt!

Hat Spass gemacht.

Und dann mir den Wanst voll geschlagen.

Frisches Fleisch schmeckt gut!

Ich habe eben nur auf meine Instinkte gehört. Das kann ich also auch, einfach Handeln ohne zu denken. Nur mal so eben Tier sein! So konnte ich ohne viel zu grübeln auf die Jagd gehen. Aber ich muss aufpassen, dass ich mich damit nicht in Gefahr bringe.

…………

Ich bin richtig satt!

Mein Bauch sieht aus, als wäre ich im fünften Monat schwanger. Kann mich kaum bewegen.

…………

Uaahhh!

Jetzt könnte ich ein Schläfchen vertragen.

Vom Gähnen kriege ich wieder bald Maulsperre.

…………

Neee!

Falscher Ort zum Schlafen und falsche Zeit!

Ich schleiche mich erst einmal zur Lichtung, vielleicht erfahre ich noch mehr.

Tapp tapp……, tapp tapp……, tapp tapp……, tapp tapp……

Da sind sie!

Das grosse Zelt steht am selben Platz!

Sehr günstig.

Ich muss nur wieder um die Lichtung schleichen und kann wieder hinter dem Zelt lauschen.

…. “…… von wegen! Das Vieh ist nicht intelligent, Professor.

…. So, wie das uns vorgeführt hat. Einfach den Sender in den

…. Jeep schmeißen, und ich schicke ihn auch noch weg.”

…. “Sie agiert nur mit ihren tierischen Instinkten, wie oft soll

…. ich ihnen das noch erklären! Allerdings muss ich zugeben,

…. dass das Niveau der Instinkte ziemlich hoch ist.”

…. “Reden sie nicht um den heissen Brei, Professor. Geben sie

…. lieber zu, dass ihr Mittel U225 zur Gedächtnislöschung

…. versagt hat.”

…. …………

…. “Wollen sie auch einen Kaffee, General?”

…. “Ja!”

…. …………

…. “Das Mittel ist sehr wirksam! Warum nörgeln sie andauernd

…. rum, General? Dass ihre uniformierten Nachtwächter die

…. Katze nicht finden konnten, ist ihr Problem, nicht meines.

…. Sie müssen eben weiter suchen lassen.”

…. “Nein, wir ziehen ab! Ich habe bereits dafür gesorgt, dass

…. ihnen die Mittel gestrichen werden! Sie haben zwei Tage

…. Zeit, ihr Laboratorium zu räumen!”

…. “General, das können sie nicht machen. Ich stehe kurz vor

…. dem Durchbruch…..”

…. “Blah, blah, blah. Das erzählen sie schon eine ganze Weile.

…. Das blinde Huhn findet auch mal ein Korn, so sieht doch

…. ihre Forschung aus. Kaum haben sie ein bisschen Erfolg,

…. lassen sie ihr Versuchsobjekt wegrennen. Ich konnte nur

…. noch aufräumen und die Toten verschwinden lassen. Ist gar

…. nicht so einfach. Alles nur, weil ihr Mittelchen U225 nicht

…. wirkt. Es ist aus, Professor!”

…. “Nein! Es darf nicht zu Ende sein und mein Mittel U225

…. wirkt. Es zerstört alle Synopsenverbindungen, das

…. Gedächtnis wird dadurch gelöscht, alles Wissen, auch die

…. Persönlichkeit verschwindet. Bei der Konditionierung haben

…. sie ein absolut leeres Gehirn vor sich, das völlig neu

…. programmiert werden kann. Die Synopsen verbinden sich

…. das nun neu und zwar so, wie ich es will. Und das auch

…. ziemlich schnell! Das Gehirn wird durch U225 nicht

…. dauerhaft und endgültig beschädigt, es braucht dann nur neu

…. programmiert zu werden. Das ist das Revolutionierende am

…. diesem Präparat!”

…. “Sie können mir viel erzählen, Professor!”

…. “Ich werde es ihnen beweisen, General! Haben sie sich nicht

…. gewundert, dass der Kaffee so stark war?”

…. “Wieso? Was soll das bedeuten?”

…. “Sie haben noch fünf Minuten, dann merken sie selber, wie

…. ihr Gehirn sich nach und nach abschaltet. Falls mein Mittel

…. nicht wirken soll, werden sie auch kein Idiot, General! Ich

…. habe ihnen eine Dosis U225 verpasst! Ich lass mir doch nicht

…. von einem militärischen Hohlkopf meine Forschung zunichte

…. machen”

…. “Damit kommen sie nicht durch!”

…. “Oh doch, General! Ständig stören sie meine Arbeit mit ihren

…. unsinnigen Forderungen, wollen sogar mein Versuchsobjekt

…. 2375 töten. Sie Ignorant! Sie verdammter uniformierter

…. Horntrottel!

…. …………

…. Übrigens, sie haben noch drei Minuten!

…. …………………. Was soll das!

…. Warten Sie!

…. ………… Nein!…….. Stecken sie die …… Pistole ……..weeeee…….!”

…………

Oh Mann, die Schüsse dröhnen mir ganz schön in den Ohren. Wen hat es erwischt? Ist mein so genannter Erzeuger tot?

…. “General, warum haben sie den Professor erschossen?”

…. …………

…. “Herr General?”

…. “Ugah, ugah, lu, Lu, bähhhhh……..!”

…. “General, was ist mit ihnen? ……”

…. “Buh, buh, ugahhh…….!”

…. “Sanitäter!……… S A N I T Ä T E R!!!!!!!!!”

…. “Zu Befehl, Major!”

…. “Kümmern sie sich um den General!”

…. “Ga, ga, buh…….!”

…. “Was ist denn mit dem los?”

…. “Herr Major,….. ähh, der General ist,…… ähm verrückt ……

…. geworden!”

…. “Bäh, bäh, ugahhh buh, buh!”

…. “Wie kann das passieren?”

…. “Vielleicht ein Schlaganfall……..?”

…. “Ala, ala, buh, buh!”

…. “Und der Professor?”

…. “Blattschuss! Der ist hinüber!”

…. “Schaffen sie den General ins Lazarett!”

…. “Zu Befehl!”

…. …………

…. “Sergeant!”

…. “Zur Stelle, Herr Major!”

…. “Lassen sie das Lager einreißen! In dreissig Minuten hat alles

…. abmarschbereit zu sein. Wir marschieren zur Kaserne

…. zurück! Zuerst aber lassen sie diesen Kadaver

…. verschwinden.”

…. “Zu Befehl, Herr Major!….. A L L E S antreten!……….”

Sie verschwinden! Das ist gut, vor allem, dass der Professor und der General nichts mehr machen können, ist am Besten!

Wird die Jagd endlich zu Ende sein?

Ist das nun wirklich gut für mich?

Wer weiss noch von mir?

Genug gelauscht, erst einmal zurück zur Höhle!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Halt!

Wenn der Professor mir das Mittel auch gegeben hat, dann war es bei mir genau so. Am Anfang habe ich doch auch solche Geräusche von mir gegeben. Wird der General genau wie ich einiges von seinen Erinnerungen, zurückbekommen? Das menschliche Gehirn birgt noch viele Geheimnisse! Es kann sich von selbst teilweise regenerieren. Wie weit wird es bei ihm sein! Wird er sich erinnern, über mich noch Bescheid wissen?

…………

Nicht stehen bleiben, ich muss zurück zur Höhle gehen und dann erst einmal ein kleines Schläfchen halten.

…………

Danach muss ich mir überlegen, wie ich weiter leben werde.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Kann ich so überleben?

Eigentlich ja, solange es Beute gibt. Aber ich kann nicht ständig eine Kuh fressen. Das fällt auf. Eigentlich ist mir das doch egal, ich bin eine Katze!

Was kann ich machen?

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Halt!

Wenn ich mich an einiges erinnern kann und Anfangs genau so gestammelt habe wie der General jetzt, ob ich jetzt wieder Sprechen lernen kann? Das würde vieles einfacher machen.

Na los, weiter!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Oh Mann, bin ich voll gefressen! Ich kann kaum richtig laufen.

…………

Dieses Gefühl ist aber schöner als der Hunger.

…………

Apropos Gefühl, zwischen meinen Beinen macht sich mein neues Geschlecht schon wieder bemerkbar. Ach! Ich könnte schon wieder………..!

Ist das immer so?

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Ist ja Typisch!

Ich bin auf der Flucht, stecke in Gefahr, und was fällt mir ein? Mir einen Orgasmus zu verschaffen!

Katze, du bist unmöglich! Aber………. schön ist es trotzdem.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Komisch, an was man beim Laufen alles denkt.

Da ist sie!

Meine Höhle!

Pah!

Meine Höhle, wie das klingt!

Da oben ist auch meine Schlafecke. Ganz schön schwer, so voll gefressen meine Schlafecke zu erreichen.

…………

Ich darf mir nächstes Mal den Bauch nicht so voll schlagen.

…………

Der Boden ist etwas hart. Hauptsache ich liege bequem und kann in Ruhe verdauen.

…………

Ich bin im Schritt schon wieder klatschnass. Ob ich wieder………?

Oh ja, es ist so schön!

…………

Mmmmm tut das gut, so guuut!

…………

Schneller, ich muss schneller rubbeln!

Das Gefühl wird immer schöner!

Tiefer!

Miau!

Ohhhh!

Mmmmm!

Schnurrrrrrrr!

Fühlt sich gut an, schon wieder, ich werde immer erregter.

…………

Sind das schöne Gefühle!

Schnurrrrrrrr!

Ja, ja, jaaaaaa……….!

ROOWWWW!!!!!!!

Oha, war das laut!

…………

Mmmmmm

……….

War das schöööööön……!

Oh ja, ich bin danach so richtig schön entspannt. Siehst du, bist doch eine Katze! Ich könnt noch einmal……

Nix da, ich werde jetzt etwas schlafen!

…………

Soll ich es versuchen?

Ob es funktioniert?

“…… I ,. I., ich ….bbbbin ….aaaa…. eine ….Kkkaatze!”

Es geht doch, ich muss nur noch üben.

Aber diese Stimme! Sie klingt sehr schön und sexy, richtig weiblich, bei der wird jeder Mann eine enge Hose im Schritt bekommen. Da muss ich aufpassen. Nicht, dass mich jeder Mann gleich bespringen will. Pha, sollen es die Kerle doch versuchen! So lange ich nicht will, werden diese Typen eine Überraschung erleben. Hi, hi, hi, hi…….!

…………

Mal ehrlich, mich törnt meine Stimme auch an. Ich denke noch immer wie ein Mann. Meine Weiblichkeit muss ich erst entdecken, ob ich dafür Zeit haben werde? An meine neue Stimme muss ich mich auch gewöhnen.

Noch einmal!

“Ich …. bin …eine …Katze!”

Na siehste! Besser!

Es geht doch. Es ist für meinen Mund noch etwas ungewohnt, strengt irgendwie an. Also ist doch üben angesagt. Brüllen und knurren ist leichter.

Mmmmm, wie sieht denn nun das Ganze aus?

Als Katze kann ich knurren und brüllen, klingt gefährlich.

Ob ich ……. auch ausdauernd wie eine Katze schnurren kann?

Ich glaube ja, schliesslich bin ich eine Katze!

…………

Nein, eine menschliche Katze. Die menschliche Seite hat dafür diese einschmeichelnde Stimme und ich kann reden! Da wird einiges einfacher, wenn Menschen mich verstehen können. Immer kämpfen oder gejagt werden ist keine dauerhafte Lösung.

…………

Es wird Zeit, morgen ist auch noch ein Tag.

Ich muss über meine Zukunft nachdenken.

Aber nicht jetzt.

………… Uaahhh!

Ich könnte nun wirklich ein Schläfchen vertragen.

Ach ja.

…………

…………

…………

Oh Mann, hab ich gut geschlafen, wenn der Boden weicher gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen. Mein Bauch ist auch wieder normal, aber jetzt ich habe Durst.

…………

Na komm Katze, Schwanz hoch und ab zur Quelle.

…………

Wasser!

Brrrrrr, igitt, ist das nass, löscht aber den Durst.

…………

Es scheint ein warmer Tag zu werden.

…………

Mmmmmmm!

Die Sonne fühlt sich auf meinem Fell gut an. Ich werde talabwärts in den Wald gehen.

…………

Eine kleine Lichtung! Mit viel Moos.

Ahhhhh, ist das schön weich!

…………

Uaaahhhh!

Den ganzen Tag dösen, macht Spass, ist aber irgendwie langweilig! Ich glaube, jetzt drehe ich ganz durch, weil ich die Soldaten, meine Jäger vermisse. Dabei kann ich doch nur froh sein, dass diese Blechköpfe verschwunden sind

…………

Mir ist warm, ich werde mal in den Schatten gehen. So die Glieder ausstrecken ist auch mal schön. Irgendwie bin ich etwas unruhig

…………

Mein Schritt meldet sich wieder.

Bin ich sexsüchtig?

Trotzdem macht es immer wieder Spass.

Man kaum an Sex gedacht und schon schwimme ich zwischen meinen Beinen. Ob ich mal wieder…………?

Ist doch immer wieder schön!

…………

Mmmmm tut das gut, so guuut!

…………

Schneller, schneller!

Jaaaa, das Gefühl wird immer schöner! Tiefer!

“Miau!”

Ohhhh!

Mmmmm!

Schnurrrrrrrr!

…………

Sind das schöne Gefühle!

Ja, ja, jaaaaaa…………!

“ROOWWWW!!!!!!!”

Oha, war das laut!

“Miau!”

…………

Mmmmmm, schnurrrrrrrr…….. war das schöööööön……!

Ich muss mir das laute Brüllen beim Orgasmus abgewöhnen. Schön war es aber, nur schade, dass ich immer nur Handbetrieb machen kann. Wird sich das jemals ändern? …………

Pfui spinne!

Schon wieder die Fusseln im Maul. Kaum achte ich nicht darauf, schon fange ich an, mich wie eine Katze zu putzen.

Mensch du Idiot, du bist eine Katze! Katzen sind eben saubere Tiere, basta!

Miau!

Ich glaube, ich muss mit diesen Selbstgesprächen aufhören. Aber mit wem soll ich mich denn auch unterhalten?

Ich bin eben alleine!

…………

Was………… ist das?

Da trampeln welche durch den Wald! Haben die mein Gebrüll gehört?

…………

es sind drei Figuren.

Die brauchen ganz schön lange bis sie hier sind!

Oder?

Meine Ohren! Sie sind auch besser geworden.

Möchte wissen, was der Professor noch alles mit mir angestellt hat. Nur Menschen und Katzengene zusammenmixen war das wohl nicht!

…………

Da sind sie!

Hat ja ganz schön lange gedauert. Na ja, die stampfen auch wie die Nilpferde durch den Wald!

…………

Typisch Menschen!

Mit Waffen einfach durch den Wald latschen! Was wollen die hier? Das Gebüsch versteckt mich aber nur so lange, bis mein weißer Sabberlatz leuchtet. Warum muss mein Brustfell nur so weiss sein? So muss ich eben unbequem auf dem Bauch liegen. Leise, mal lauschen die unterhalten sich!

…. “… schon fünf Stunden. Wie lange sollen wir noch durch den

…. Wald latschen? Ausser alten Spuren haben wir bis jetzt

…. keinen Hinweis darauf, wo die Raubkatze ist. Vielleicht

…. hätten wird die Hunde mitnehmen sollen!”

…. “Du weisst genau, dass diese Viecher nicht zu gebrauchen

…. sind. Kaum sollten sie bei der toten Kuh die Witterung

…. aufnehmen, drehten sie durch, als ob sie verrückt geworden

…. sind. Meine beste Kuh, einfach gefressen. Diese starke Kuh!

…. Dieses Mistvieh hat meine beste Kuh gerissen und die

…. Raubkatze muss sterben bevor sie alle meine Kühe getötet

…. hat.”

…. “Du tust ja gerade so als wäre das schon geschehen. Man

…. was soll’s, eine Katze hat eben mal Hunger gehabt. Na und?

…. Das ist doch für das Tier normal.”

…. “Von wegen! Das Vieh hat kein Recht meine Kühe zu

…. schlachten und ausserdem brauche ich ein neues Fell für

…. meinen Kamin. Schön ausgestopft und präpariert kann ich

…. darauf meine Tussi so richtig durchnageln!”

…. “Du spinnst! Deswegen latschen wir so lange herum, nur

…. weil du einen neuen Bettvorleger brauchst!”

…. “Wenn es dir nicht passt, kannst du zurückgehen!”

…. “Das werden wir beide auch tun! Fünf Stunden ohne eine

…. Spur reichen, es sei denn, du weisst wie wir die Katze

…. verfolgen können!”

…. “Woher soll ich das wissen? Haut doch ab, dann jage ich

…. eben alleine!”

…. “Viel Vergnügen…………..”

Ääähhh?

Bettvorleger?

Mein schönes Fell?

Ich werde mit diesem Typ mal ein erstes Wörtchen reden!

Na warte! Die anderen beiden sind bald ausser Hörweite Nur Geduld!

…………

Sie sind weg!

Jetzt kann ich ein bisschen mit ihm spielen.

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

…………

Der Typ hat mein Gebrüll gehört und kommt hierher!

So jetzt vorsichtig und leise wegschleichen!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

…………

Hi, hi, hi, …………….. es klappt, er ändert seine Richtung! Mal sehen, wie oft er mir hinterher rennt. Aber jetzt schnell weg hier!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

…………

Die nächste Runde……………..

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

…………

Ausdauer hat ja der Typ…………….

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

………….

………….

………….

“RRROOOOWWW!!!!!!!!!”

…………

Was denn nun, kleines Jägerlein, schon müde?

Der schnauft wie ein Walross!

Ja, ja, immer die Raucherlunge!

Der Typ spinnt jetzt wohl tatsächlich, sich hier im Wald eine Kippe anstecken. Na warte.

…………

Leise!

So erst einmal seinen Schiessprügel bei Seite räumen.

“Hey…… du Waldschrat …… mach gefälligst ……deine Kippe aus!”

“He? Wer will mir hier Vorschriften machen?”

“Na dein ……Bettvorleger du ……Affe!”

“Ääähhhh??? Scheisse!…… Hilfe!…… Hilfeeeeeeee………….!”

Nun ist er weg und seine Kippe hat er auch einfach hingeschmissen! Idiot, aber der kann ja noch ganz schön schnell laufen. Warum hat er vor mir Angst? Sehe ich so schrecklich aus? Ich glaube nicht!

Ich bin doch ein liebes Kätzchen, oder?

Das Spiegelbild im Labor zeigte mir doch trotz Schreck ein interessantes Wesen mit vielen Kurven an interessanten Stellen.

…………

Ich werde mal hinterher gehen.

…………

Da ist er! Schleicht nur noch rum!

Hast wohl keine Puste mehr?

Na ich werde dich mal ein bisschen auf Trab bringen.

…………

“RRROOOOOWWW!!!!!!!!”

…………

Ha!

Jetzt rennt er wieder!

Hi, hi, hi, hi! Hört sich mein Gebrüll so gefährlich an?

Mal weiter gehen!

…………

Was fällt dem denn ein?

Der schleicht schon wieder durch den Wald!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!”

…………

Huiiiii!

Da läuft er wieder!

Das Spielchen können wir noch eine Weile weiter machen.

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!”

…………

…………

…………

…………

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!!”

…………

Jetzt liegt er wie eine platte Flunder im Gras. Schade, dass der Wald zu Ende ist. Es reicht auch, der wird sich einen anderen Bettvorleger besorgen müssen.

Hi, hi, hi…….!

Aber hat mächtig Spass gemacht, andere zu jagen, statt selber gejagt zu werden. Mal sehen, ob der morgen wiederkommt, dann können wir ja weiter spielen. Die Sonne neigt sich dem Horizont zu, bald wird es wieder Nacht. Ich gehe am besten zur Höhle zurück

…………

…………

Uuuuhhaaaaa.

…………

ich bin endlich da und schon wieder müde.

Ein Schläfchen in Ehren kann niemand verwehren…………!

Blöder ………….. Spruch!

…………

…………

…………

…………

Schade!

Schon ausgeschlafen!

Mann, ist der Boden hart, mir tut mein Sitzfleisch weh! Ich sollte mein Schlafplätzchen mit Moos polstern.

…………

Aber die ganze Zeit Moos rumschleppen? Gibt es nicht eine andere Lösung? Mal sehen, was dieser Tag bringt.

Ob ich heute wieder spielen kann?

Hat Spass gemacht. Da ist der Ausgang.

Vorsicht!

Da stimmt was nicht!

Was ist das wieder für ein Lärm?

Schon wieder Hubschrauber?

…………

Nein!

Es ist nur Einer und nur ein Ziviler!

Die Sonne steht ganz schön hoch, hab wohl zu lange gepennt.

Da sind sie!

Am Waldrand schleichen Typen mit Jagdgewehren rum.

Wollen die mich etwa jagen?

Schön, dann können wir wieder spielen. Schade nur, dass ich auf dem Geröllfeld vor der Höhle keine Deckung habe. Der von Gestern ist auch dabei, hat eine Leibgarde um sich. Hab es doch wohl gestern etwas übertrieben. Oder?

Aber Mut hat er wohl …………..etwas!

…………

Mal weiter beobachten.

…………

Sie kommen hier her, ich muss zurück in die Höhle, am Besten wieder auf meinem Schlafplatz. Da kommen sie. Sie kennen die Höhle.

…. “Warum willst du die Höhle absuchen, die ist doch riesig

…. und hat noch viele Ausgänge!”

…. “Ich weiss, einige Ausgänge befindet sich sogar auf der

…. anderen Seite des Berges.”

…. “Ja, ja! Da lebt doch auch diese Verrückte”

…. “Stimmt! Die kann Männer nicht leiden.”

…. “Die hasst Männer!”

…. “Da muss mal der Richtige kommen und sie richtig

…. durchnehmen, damit sie mal kennen lernt, wofür Weiber da

…. sind!”

…. “Das haben doch drei Figuren probiert, und dann lagen sie

…. die nächsten Wochen im Krankenhaus. Diese Emanze hat

…. denen die Haut mir einer Peitsche abgezogen!”

…. “Sie wurde noch nicht mal dafür verknackt.”

…. “Ihr Personal sind auch alles Frauen, die haben genau so

…. Haare auf den Zähnen.”

…. “Eben! Alle sind Männer hassende Emanzen! Aber mal

…. ehrlich, etliche von denen würde ich nicht von der Bettkante

…. stossen.”

…. “Also können wir von der anderen Seite die Höhle nicht

…. durchsuchen, sonst landen wir auch im Krankenhaus.”

…. “Komm, lass uns zurückgehen, ich habe Dynamit dabei.

…. Damit können wir diesen Eingang dicht machen. Falls das

…. Vieh hier drin ist, kommt es an dieser Seite des Berges nicht

…. mehr raus.”

…. “Bist du sicher?”

…. “Ja, ich kenne auf dieser Seite keinen weiteren Ausgang!”

…. “Wieso könnte das Vieh hier in der Höhle sein?”

…. “Wo sollte denn das Vieh, falls es denn existiert, sonst sein”

…. “Eine Katze mit menschlicher Gestalt! Der spinnt doch

…. gewaltig.”

…. “Und dann noch ein Weib mit vielen Kurven!”

…. “Die Spuren geben ihm aber Recht, wir jagen eine

…. zweibeinige Katze.”

…. “Oder eine Verflossene mit Kostüm. Der war doch gestern

…. Abend ganz schön durchgedreht.”

…. “Oder hat vielleicht zu tief ins Glas geschaut”

…. “Ist doch selber Schuld, dass…………!”

…. “Los raus, die Lunte brennt!”

………..

…………

…………

Hust!

Bäh!

Ist das ein Dreck, verdammter Staub!

Das grüne Leuchten ist auch nicht zu sehen. In meinen Ohren klingelt es. Unangenehm. Nun ist hier die Tür wohl zu, bleibt nur der andere Ausgang, oder?

Mein Hals kratzt.

Eine Höhle weiter ist ein unterirdischer See, da kann ich was trinken.

…………

Hier ist weniger Staub. Das grüne Licht! Man das klingelt noch immer, kann jemand den Wecker endlich abstellen? Ich werde mir mal ansehen, was diese Typen angerichtet haben. Ist ja immer noch staubig hier.

Was ist das denn da oben?

…………

Tageslicht!

Ein neuer Ausgang!

…………

Hust!

…………

Bloss raus aus den Dreck. Der Staub verstopft einem sämtliche Löcher!

Hust!

Hi, hi, hi………….. diese Blödmänner, eine Tür machen sie zu und dafür eine andere Tür auf. Die vordere Höhle ist eingestürzt und hat dabei den neuen Gang frei gelegt. Ich glaube, heute Nacht werde ich mit diesen Hinterwäldlern ein bisschen spielen.

…………

Ahhh, frische Luft!

Der neue Eingang ist gut versteckt. Zwei, drei Steine in den neuen Eingang legen und er ist nicht mehr zu sehen. Du meine Güte, sehe ich mistig aus, mein Fell ist voller Staub. Mal sehen!

…………

Keiner mehr da. Der Bach am alten Höhleneingang staut sich auf, da entsteht ein See. Die Sprengung hat hier draussen etliche Bergrutsche ausgelöst.

Diese Anfänger!

Nur gut, dass ich mir meine Ohren zugehalten habe, sonst würden sie mehr klingeln als jetzt, hoffentlich vergeht es bald. Wenigsten kann ich noch hören.

…………

Das Wasser vom neuen See ist ganz schön kalt …………. und nass!

Aber jetzt muss ich rein um sauber zu werden, mit der Zunge alleine geht es schlecht.

…………

Brrrr!

Igitt! Ist das nass …………..

und kalt!

…………

So, das reicht, nur nicht übertreiben. Ich bin wieder sauber. Schnell wieder raus. Zuviel Wasser ist für eine Katze ungesund.

…………

Das meiste Wasser ist nun rausgeschüttelt. So schütteln sich auch Katzen. Immer noch feucht, jetzt muss ich warten bis es trocken ist.

…………

Bin ich nun mehr Katze als Mensch?

Äusserlich bin ich wenig Mensch.

Oder ………….nnnnnicht?

Haben Menschen ein Fell?

Nein, nur auf dem Kopfe und zwischen den Beinen………. ein bisschen!

Und innerlich?

…………

Na los Sonne, brenne mir auf meinen Pelz damit er trocken wird. Da ist eine schöne sonnige Kuhle. Der richtige Platz zum Trocknen.

…………

Das Klingeln in den Ohren ist weg und ich kann die Meute noch durch den Wald trampeln hören. Sie entfernen sich. Diese Narren! Mit euch werde ich heute Nacht auch mal ein bisschen spielen.

…………

Mir ist schon wieder so schläfrig zu mute. Ein kleines Nickerchen kann nicht schaden

………….

Uuuaaaaaa!

…………

…………

…………

Na Kätzchen ausgeschlafen? Schlafen Katzen eigentlich immer so viel? Wenn sie Langeweile haben, immer.

…………

Es dämmert langsam.

Heute Nacht wird die Nacht der Spiele.

Ich freue mich schon darauf, Spielen macht doch Spass und vertreibt die Langeweile. Was ärgert diese Bauerntölpel am meisten?

Mmmmmmm

………….

Mal überlegen.

…………

Die müssen sich aber alle richtig ärgern.

Ob ich so eben mal ihr Vieh töte, pro Stall so ein, zwei Stück?

Töten?

Ohne Hunger, ohne zu jagen?

Einfach so?

…………

Ohne Not einfach töten?

…………

Warum?

Nur um die zu ärgern?

…………

Was unterscheidet mich dann von Menschen? Es ist doch ihre Eigenart, ohne Grund zu töten, sogar gegeneinander sich selber.

Ich bin jetzt kein Mensch ………….. mehr!

Ich bin eine Katze und ich töte nur, wenn ich jage oder in Gefahr bin. Sonnst nicht!

…………

Also doch keine Nacht der Spiele!

Aber einen kleinen Snack könnte ich mir doch gönnen, so eine frisches Rinderkeulchen vielleicht?

Mmmmm, lecker!

Mir läuft dabei regelrecht das Wasser im Mund zusammen.

…………

Na los Kätzchen, auf, auf zur Jagd. Am besten zeige ich den Typen der meinen Pelz als Bettvorleger haben will, dass es mein Recht ist, zu jagen. Das letzte Rind war lecker und er ärgerte sich so schön. Ich werde mal die Weide von der letzten Jagd kontrollieren. Na dann mal los!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

So ein lockerer Lauf ist doch immer wieder angenehm. Ich spüre jetzt Muskeln, die ich als Mensch nie benutzt habe.

Hi, hi, hi.

…………

War eben ein Bewegungsmuffel.

Das lockere Laufen macht mir Spass.

Ich staune nur, so wenig kann mir jetzt Freude bereiten. Komisch, immer wieder fallen mir kleine Begebenheiten aus meinem früheren Leben ein, nie mein komplettes früheres Leben. Aber es fehlt so vieles vom meinem alten Leben.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Das bedeutet vielleicht, dass es im Gehirn Unterschiede bei der Speicherung des Wissens gibt.

Wie kann das aussehen?

Ein Bereich speichert grundsätzlich alles Persönliche, stellt also die Identität zur Verfügung. Ein anderer Bereich das nackte Wissen.

Emotion und Logik.

Zwei Seiten vom Sein!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Also gibt es wahrscheinlich einen Unterschied zwischen emotionaler und logischer Speicherung von Wissen. Und die Tropfen des Professors zerstörte nur den emotionalen Bereich, löschen damit die komplette Persönlichkeit. Der logische Bereich kann aber bestimmt nicht ohne Persönlichkeit existieren. In dem Masse, in dem ich durch meine Erlebnisse eine neue Persönlichkeit generierte, begann der logische Bereich zu arbeiten und gab mir schrittweise das Wissen zurück. Und weil ich Erwachsen war, ging diese Entwicklung so schnell.

Eine interessante Theorie!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Ich entwickle mich wohl langsam zum Philosoph.

Was kommt denn noch alles?

Mensch, Katze und jetzt auch noch Philosoph. Sokrates, der olle Grieche, hatte seine Tonne und ich die Höhle.

Egal, ich lebe jetzt, hier und heute. Lass die Vergangenheit endlich los, Katze. Du weisst, sie kommt nie wieder zurück und als Mensch kannst du so wie so nicht mehr leben.

Ich bin und bleibe jetzt eine Katze.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Aber wichtiger ist, wie sieht meine Zukunft aus? Laufen, jagen und schlafen kann nicht alles sein. Das eignet sich nur für normale Katzen, ich denke dafür zu viel.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Und die Menschen werden mit ihrer Dummheit nicht aufhören, mich zu jagen. Ich möchte nie erfahren, was mit mir passiert, wenn sie mich fangen würden. Die Dummheit der Menschen kennt eben keine Grenzen.

Menschen sind eine Fehlentwicklung der Evolution.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Merkwürdig, dass ich ausgerechnet immer beim Laufen so rumgrüble. Kein Wunder, wenn ich irgendwo faul rum liege, werde ich immer müde und penne einfach. Ein leichter Lauf pustet eben das Gehirn durch.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Oh Mann, man hat’s nicht leicht, aber leicht hat’s einen. Blöder Spruch!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Katze lass den Quatsch und denke lieber über deine Zukunft nach.

Bescheuert!

Ich führe schon wieder Selbstgespräche.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Ich könnte doch meine Höhle weiter erforschen und die vielen Ausgänge auf der anderen Seite suchen. Dabei kann ich mir auch mal die benachbarten Täler ansehen. Wer weiss, wozu das mal gut sein könnte, wenn ich meine Umgebung besser kenne.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Da, die Weide!

Der Wald ist schon wieder zu Ende.

Ging das schnell.

Mmmmm, lecker, schöne fette Rinder.

Laufendes Fleisch!

Die Menschen haben nur ihre Kühlschränke, ich die Weiden.

Welches nehme ich denn?

Wie immer, wer die Wahl hat, hat die Qual! Katzen haben es eben nicht leicht.

…………

Halt, was war das?

Da liegen doch ein Paar Typen auf der Lauer. Also haben die sich heute doch mächtig geärgert, dass sie mich nicht gefunden haben.

Typisch Menschen, ihre Schiessprügel haben sie auch dabei.

Nutzt ihnen aber nix!

Aber nur, wenn ich nicht zu überheblich werde.

…………

So was nennen sie aufpassen.

Die pennen ja fast schon.

Ob die sich ärgern, wenn ich mir hier ein Snack einverleibe?

Bestimmt!

Ich werde mal um die Weide schleichen.

Schön leise, Katze!

Lass einen grossen Abstand, vielleicht gibt es noch mehr Wachen! Bleib immer im Dunklen. Oh Mann, ich könnte beinahe ein Lehrbuch über die Jagd für Katzen schreiben.

…………

Die Weide ist ja ganz schön gross. Beim letzten Mal waren aber nicht so viele Rinder auf der Weide und Kälber schon gar nicht. Die haben wohl ihr Vieh zusammen gewürfelt. Da habe ich aber eine grosse Auswahl. Ich werde mir nur einen kleinen Snack nehmen und mir ein Kalb gönnen.

Lecker!

So eine Kalbskeule ist besonders zart.

Das wird heute Nacht mein Snack sein.

…………

Sind die dumm, auf dieser Seite haben sie keine Wache.

Welches Kälbchen kann es den sein?

Mmmm, ich nehme dieses dort. Und jetzt schön leise!

…………

Na komm her du dummes Rindvieh, du darfst heute mein Snack sein.

…………

Das war’s und kaum Lärm.

…………

Frisches Fleisch!

…………..

Lecker! Und so zart…………..

“Miau”

„Schnurrrrrr…….”

…………

…………

…………

Mmmmm, das war lecker. Ich hab mich wieder so voll gefressen. Viel ist ja nicht übrig geblieben. Kein Wunder, wenn ich mir so meinen Bauch betrachte. Kätzchen, du bist ein Vielfraß. Der Rest bleibt liegen, dann wissen sie sofort, dass ich hier war. Die dummen Gesichter möchte ich sehen.

…………

Es wird Zeit mich leise zu verkrümeln.

…………

Verdammt, da kommen zwei Wachen, die laufen wohl Streife. Doch nicht ganz so verschlafen. Schnell hinter den Busch! Gut, dass es Nacht ist.

…………

Die trampeln wie die Elefanten durch die Gegend. Sie sind vorbei, aber jetzt schnell leise zurück in den Wald.

…………

Geschafft, der Waldrand.

…………

Machen die Schlafmützen einen Lärm. Hi, hi, hi, die haben die Reste von meinem Snack gefunden. Eben für sie dumm gelaufen. Da kommen die Anderen angerannt.

Sind die sauer!

Selber Schuld!

Und jetzt zurück zur Höhle und ein kleines Verdauungsschläfchen machen. Schon wieder pennen? Fällt mir nichts Anderes ein.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Die machen da hinten immer noch ein Lärm!

Kann ich auch!

…………

“RRROOOOWWWW!!!!!!!!!!!”

…………

Ätsch, ich bin lauter.

…………

Die spinnen wirklich, jetzt gehen sie mit Taschenlampen auf die Jagd. Die Nacht ist noch lang. Eigentlich doch eine Gelegenheit zum Spielen.

…………

Mal sehen, was sie machen.

Aha!

Die bilden eine Kette.

…………

Pssst! Leise weiter!

…………

Ha!

Die Abstände zwischen den Typen werden grösser. Das ist die Gelegenheit mir den Äusseren zu schnappen und mit ihm ein wenig spielen.

…………

Den kenne ich doch! Diese Type wollte mich zum Bettvorleger machen. Na warte! Den schnapp ich mir. Leise! Eine Tatze auf dem Mund und mit der Anderen werde ich ihn kurz festhalten.

Jetzt!

Hat geklappt.

Der zappelt aber rum.

“Hallo, Schnuckelchen! Suchst du noch immer einen Bettvorleger?”

…. “Mmpfff, mupff…….”

Ups, was war denn das? Der stinkt vor Angst.

“Pfui, du stinkst! Du hast dir in die Hosen gemacht! Gehe nach Hause und lass dich von Mami windeln!”

…………

…. ” HIL…, HIL…, H I L F E!!!!!

…. SIE IST HIER!!!!”

…………

“RRROOOOWWW!!!!!!”

…………

…. ” H I L F E!!!!!”

…………

Schnell weg hier. Kann der Typ mit seinen vollen Hosen rennen.

Macht richtig Spass.

…………

Da kommen die Anderen. Ich gehe den Typen leise hinter her. Der rennt immer noch. Ein bisschen Antreiben kann nicht schaden!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

…. “Da hinten ist das Vieh! Los schneller sonst entwischt es

…. uns.”

Huiiii! Da rennt er. Schnell weg, die Anderen kommen.

…………

Diese blinden Hühner. Da stehe ich fast neben ihnen hinter einem Baum, und die sehen mich nicht. Menschen eben.

Dummköpfe!

Die rennen dem Typen hinter her. Das macht aber Spass. Ich habe Lust noch weiter zu spielen. Ich schnappe mir wieder den Letzten.

…………

Ich habe ihn!

“Na du böser, böser Bubi, mich einfach jagen! Schäm dich!”

…. ” Aaahh……. HIII…….. HILFEEEEEE!”

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

Der kann aber auch rennen. Ich weiss nicht, was die haben. Ich bin doch ein liebes Kätzchen!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

Nanu, der Rest rennt hinterher.

Und mit wem kann ich nun spielen?

Aber Jungs, das könnt ihr doch nicht machen, ich will mit euch doch nur noch ein bisschen weiter spielen.

Die haben Angst!

Feiglinge!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

Das hatte ich doch schon einmal. Na gut, jetzt sind es fünf Feiglinge die da rennen. Mal noch etwas antreiben.

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

Und weg sind sie.

…………

Ich habe das Spielchen gewonnen.

Wird langsam langweilig, wenn sie immer alle weg rennen!

…………

“RRROOOOWWW!!!!!”

…………

Ich bin sauer!

Das Spielchen war viel zu kurz.

Aber jetzt zurück zur Höhle. Was anderes bleibt mir nicht übrig.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Nun hatte ich doch noch meine Spielnacht. Leider nur ganz kurz. Hätte noch gerne diese Typen länger geärgert.

Warum haben die Menschen so eine Angst vor mir?

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Hi, hi, hi, ……!

Ein einfaches buh, buh genügt und schon rennen sie schneller als die Hasen weg.

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Ich kann es nur immer wieder sagen. Ich bin doch eigentlich ein liebes Kätzchen. Jetzt bei denen zu Hause Mäuschen spielen, wenn die ihre vollen Hosen wechseln müssen. Hat aber ganz schön gestunken, was der wohl gegessen hat? Aber das mit der Maus geht nicht, ich bin eben eine Katze! Ich grüble mir wieder mal was zusammen!

Na und?

Ich habe wenigstens Phantasie, basta!

Tapp……, tapp……, tapp……, tapp……, tapp……

Da, meine Höhle, der Wald ist zu Ende. Wenn man rumgrübelt, merkt man nicht wie lang der Weg ist. Mist, der See ist grösser geworden. Wie komme ich jetzt zum neuen Eingang?

…………

Ich glaube Kätzchen, du musst an einer seichten Stelle durch das Wasser.

Iiiiiii!!!!

Schon wieder nass!

Ich bin doch keine Wasserkatze. ………… So, das war’s, da ist der Eingang. Rein in die Höhle und noch ein Paar Steine sicherheitshalber vor dem Eingang. Die werden bestimmt morgen am Tag wieder auf Jagd gehen. Am Tag sind die Menschen mutig. Ist schon merkwürdig, die versuchen mich am Tag zu jagen und ich jage sie nachts. Das könnte ein interessantes Spiel werden, aber auch schnell daneben gehen! Ich darf es nicht übertreiben. Überheblich darf ich auch nicht werden, sie sind äusserst hinterlistig Was mache ich zum Beispiel, wenn sie sich Nachtsichtgeräte besorgen? In diesem Fall habe ich dann keinen Vorteil mehr. Darüber muss ich noch mal intensiv nachdenken

…………

So, noch ein Schlückchen trinken und dann kommt mein Verdauungsschlaf … Schon wieder Wasser!

Brrrr!!!

Warum braucht man das bloss?

…………

Der Boden ist noch immer hart. Mist! Wohl oder übel werde ich doch noch etwas dagegen tun müssen. Ahhh, eine wohlige Müdigkeit kommt auf. Das kleine Schläfchen wird mir gut tun.

Wenigsten grüble ich dann nicht ……so….

Uuhhaaa…. viel.

…………

…………

…………

Nanu!

Ich bin auf einmal hell wach!

Habe ich schlecht geträumt?

Ist irgend etwas los?

Bin ich in Gefahr?

Vorsicht!

Leise!

…………

Da krauchen einige Gestalten vor der Höhle rum. Das war wohl mein Wecker. Ich werde mal vorsichtig nachsehen gehen.

…………

Ha, genau so wie ich dacht! Die krauchen wieder in der Gegend rum. Diesmal sind es aber viele. Also habe ich sie doch letzte Nacht ganz schön geärgert!

Hi, hi, hi …….!

Ach, Mann, Jungs, ich habe doch nur mit euch ein bisschen gespielt. Die sind wohl so sauer, weil sie sich ins Höschen gemacht haben.

Hi, hi, hi …….!

…………

Ich könnte mich vor Lachen kringeln. Komisch ist nur, dass die Blechköpfe und ihr merkwürdiger General noch nicht dabei sind! Oh Mann, Katze, der General ist doch verblödet! Aber das ist doch nicht der Einzige! Ausserdem ist auch dieser Giftmischer tot. Wer von den restlichen Blechköpfe sollte mich denn suchen wollen?

…………

Wie es aussieht, ist heute nix mit sonnen, die lagern direkt vor dem Eingang. Gut, dass ich die Steine vor den Eingang gelegt habe. Die wissen gar nicht, wie nahe ich ihnen bin. Dummköpfe! Dann erforsche ich heute eben die Höhle. So wird mir wenigsten nicht langweilig.

…………

Ich habe mich noch immer nicht an das grünliche Leuchten gewöhnt. Möchte bloss wissen, was ich da sehe. Ich erkenne jeden Spalt, jeden Stein und jeden Gang, fast so, als ob alles beleuchtet ist.

Ziemlich viel Wasser hier!

Schon wieder nass.

…………

Oh, eine neue Höhle! Die ist aber riesig und voller Tropfsteine. Der halbe Berg ist wohl hohl. Das sieht mit diesem merkwürdigen Licht wie in einem Märchenwald aus. Diese viele Formen!

Iiiii, nur ist alles so nass und mir dribbelt es ständig auf meinen Kopf. Schnell weiter!

…………

Hier gehen vier Gänge weiter. Ene meine muh und raus bist du

………… I

Ich nehme den Gang da vorne und werde dort zuerst entlang gehen Hoffentlich ist der nicht so nass.

…………

Warum mag ich das Wasser nicht mehr?

Na ja, sich ständig auf den Kopf dribbeln lassen ist nicht schön.

…………

Jeden Tag entdecke ich Neues an mir. Was haben die nur mit mir alles gemacht? Was kommt noch alles? Wenigstens wird mir dadurch nicht langweilig. Ah, der Gang ist trocken und geht bergauf. Endlich kein Wasser mehr. Jetzt kann ich mir in etwa vorstellen, wie man sich bei der chinesischen Wasserfolter fühlt.

…………

Man ist der lang! Langsam wird es eng. Ob die Blechköpfe vorgestern auch hier entlang gegangen sind. Ach, wer weiss, ist doch völlig unwichtig und uninteressant.

…………

Und wieder eine neue Höhle. Die ist nicht so gross. Das da vorne scheint wieder ein Ausgang zu sein.

…………

Ein schönes Tal.

Die Burgruine in der Mitte sieht merkwürdig aus Die werde ich mir mal ansehen- Wenn ich zum Talende gehen will, muss ich so wie so daran vorbei.

…………

Der Wald ist richtig verwildert, keine menschliche Spuren. Es ist wie im Urwald. Das ist ja eigentlich kaum möglich. Die Menschen latschen doch sonst überall hin.

…………

Ich habe so ein merkwürdiges Kribbeln entlang dem Rücken.

Huch, die Haare von meinem Fell stehen wieder hoch. Irgend etwas ist hier merkwürdig. Mein Körper warnt mich vor etwas.

Aber was?

Wieder was Neues. Beim ersten Mal habe ich nicht so darauf geachtet.

…………

Die Burgruine kommt näher. Von wegen Ruine! Die Burg ist nur äußerlich eine Ruine, im Kern ist sie bewohnbar gemacht worden. Das war Absicht? Will sich jemand verstecken?

Katze, sei vorsichtig!

…………

Ich werde mich wieder anschleichen, das beherrsche ich doch ganz gut. Irgend etwas ist merkwürdig. Ich muss näher ran.

…………

Lachen, von mindestens zwei Frauen. Die Ruine ist bewohnt. Jetzt ist es zu sehen, innerhalb der Ruine wurde ein bewohnbares Haus gebaut. Sieht nicht schlecht aus. Ich gehe mal etwas näher heran.

…………

Ein Park! Da, diese Hecke kann ich entlang schleichen.

…………

Da schwatzen fünf Frauen rum und schlürfen Kaffee. Einen Kaffeeklatsch habe ich doch noch nie so richtig gesehen.

…. “…….. dass hat sie gesagt! Danach hat sie einfach den Kerl

…. vor die Tür gesetzt, die gepackten Koffer hat sie aus dem

…. Fenster geschmissen und der Dussel stand genau an der

…. Stelle, wo die Koffer landeten. Der Erste hat voll getroffen

…. und der Kerl hat sich auf den Hintern gesetzt. Der Typ

…. braucht einige Minuten bis er seine Plünnen zusammen

…. sammeln konnte!”

…. “Ha, ha, ha, ha, da war der Kerl selber schuld.”

…. “Noch ein Stück Kuchen?”

…. “Nein danke, ich muss auf meine Linie achten.”

…. “Wo willst du mit deiner Wespentaille auf die Figur achten?”

…. “Ha, ha, ha, ha, ……..”

…. “Ich will auch kein Stück mehr.”

…. “Du kochst eben zu gut, da gibt es mal Probleme mit der

…. Figur.”

…. “He, ich beschwere mich auch nicht, wenn du mit deinem

…. Staubwedel durch die Räume rennst”!

…. “…..oder denkst, du bist ein Rennfahrer, so wie du Auto

…. fährst!”

…. “So hat jede hier ihr Päckchen zu tragen.”

…. “Hi, hi, hi……….!”

…. “Hast du noch einen Schluck Kaffee?”

…. “Reich mir mal deine Tasse rüber.”

…. “Danke.”

…. “Habt ihr irgend etwas davon gehört, was im Nachbartal los

…. ist? Erst rennen Soldaten durch die Gegend, Hubschrauber

…. kreisen wie wild herum, und jetzt rennen diese Bauerntölpel

…. mit ihren Jagdgewehren ständig durch die Gegend.”

…. “Also ich weiss nur, dass eine Raubkatze eine Kuh gerissen

…. haben soll.”

…. “Und dafür dieser Aufstand?”

…. “Männer!”

…. “Die denken doch nur mit ihrer Schwanzspitze!”

…. “Genau!”

…. “Ha, ha, ha, ……..”

…. “Wann kommt sie denn zurück?”

…. “Madame wird in einer Stunde wieder hier sein.”

…. “Mädels, dann wird es Zeit die Kaffeepause zu beenden und

…. wieder an die Arbeit zu gehen!”

…. “Ach ja……! Das Beste an dem Job hier ist das lockere

…. Arbeitsverhältnis, und dass hier keine Männer rum zicken.”

…. “Du sagst es! Schöner wäre es, wenn Fuchs und Hase sich

…. hier nicht ständig guten Nacht sagen würde.”

…. “Gibst du mir mal das Tablett, bitte.”

…. “Das war’s erst einmal und jetzt an die Arbeit Mädels!”

…. “Sklaventreiberin!”

…. “Sei nicht so frech, sonst hole ich meine grosse

…. Suppenkelle!”

…. “Das muss aussehen! Ha, Ha, ha!”

…. “Treffen wir uns nachher am Pool?”

…. “Na klar”

Schon wieder nasses Wasser!

Brrrrrr!

Schade, sie gehen weg. Ich hätte noch gerne einiges gehört. Das sind wohl die so genannten Emanzen. Aber das sind doch alles nette Mädels, ich weiss nicht, was die Typen haben. Ich kann ja noch mal hier her kommen, erst erkunde ich das Tal weiter.

…………

Irgendwie nervös bin ich trotzdem immer noch.

Warum?

Es sind doch nur Frauen hier. Oder?

…………

Eine Asphaltstrasse! Die stört hier den Wald. Dass die Menschen immer alles zukleistern müssen.

…………

Ich werde die Strasse verfolgen. Mal sehen, wo sie hinführt. Aber nicht hier am Straßenrand, ich muss noch etwas tiefer in den Wald sonst bin ich zu leicht zu sehen.

…………

Dort ist das Tal zu Ende. Wieder typisch Menschen, sperren das Tal mit einer grossen Mauer ab.

…………

Aber so wird der Wald in Ruhe gelassen. Deckung, das Tor geht auf! Eine stinkende Benzinschleuder.

…………

Moment, als ich noch ein Mensch war, hatte ich doch auch ein Auto. Komisch, wie sich eine Meinung ändern kann, dabei hat sich doch nur mein Äusseres verändert. Oder etwa nicht? Was hat sich noch alles verändert.

Mmmmm

………….

Ich weiss doch jetzt, dass ich eine Katze bin, eine Katze mit allen Instinkten. Ob normale Katzen auch so denken, oder ist das gerade das Menschliche in mir?

………….

Das war wohl eben die sechste Burgbewohnerin. Ich habe kaum gesehen, wie sie aussieht.

…………

Die Mauer ist ganz schön hoch. Das Auto ist ausser Sichtweite und ich werde mal vorsichtig zum Tor gehen und durch sehen. Dann habe ich den so genannten Tordurchblick.

…………

Hi, hi, hi…………..!

Spass muss auch mal sein, das Leben dagegen ist trist genug.

…………

Mal sehen.

Dort wird das Tal breiter bis die Berge zu Ende sind. Ein Dorf gibt es auch. Viele Häuser stehen einzeln in der Landschaft herum. Auch typisch Mensch, einfach die Landschaft so zu zerstören. Hat mich das früher nicht gestört? Verdammt, ich kann mich nicht erinnern!

…………

Ich gehe jetzt mal zurück zum Park. Mal sehen, dass ich noch mehr höre. Eigentlich habe ich lange Zeit kein normales Gespräch mehr gehört.

…………

Da ist wieder die Hecke. Ich werde mal einen anderen Weg versuchen. Ob ich noch etwas näher an die Terrasse heran komme?

Mal versuchen

…………

…………

…………

Was ist dass? Der Boden gibt naaaaaach …………!

…………

Aua!

Blöde Steine!

Verdammt, ich bin eingebrochen und ganz schön tief gefallen. Schmutzig bin ich auch geworden. Bin aber bei der Landung auf meine vier Pfoten gelandet. Genau so wie eine Katze.

…………

Es ist zu tief, so hoch kann ich nicht springen. Merkwürdig, der Raum ist aber klein und mit einem Gitter abgesperrt. Ich werde mir das mal genauer ansehen. Mmm, das Gitter sieht alt aus

………….. ist aber neu!

Was soll dass?

Auf alt getrimmt und ganz schön stabil.

Warum?

Das sieht hier wie eine Kerkerzelle aus oder es ist eine Falle.

…………

Da sind sogar Ketten an der Wand.

Ich bin also gefangen!

…………

Und was ist das da oben?

Falltüren!

Also doch, ich bin also in eine Falle getappt. Warum ist diese Falle am Rand vom Park? Das war doch auch eine Stelle, die gerade dazu eingeladen hat sich dort heran zu schleichen.

Das Aussehen war Absicht!

Und ich?

Ich bin in die Falle rein getappt! Eine Falle für eine Falle, gar nicht blöd!

…………

Beim Hochspringen fehlen mindestens zwei Meter um heraus zu kommen. Gibt es eine andere Möglichkeit?

Nein!

Bleibt nur das Gitter!

Ganz schön stabil.

…………

Mir bleibt nur übrig als zu warten.

…………

Das Warten macht mich ganz kribbelig.

…………

Aber Panik wie im Labor habe ich nicht.

Warum?

Weil Frauen mich gefangen haben?

…………

Es wird Nacht.

…………

Ich habe Durst!

…………

Jetzt ist es draussen dunkel.

…………

Ich laufe ja wie ein Löwe im Käfig hier in der Zelle herum. Ich werde langsam nervös.

Warum geschieht nichts?

…………

Endlich!

Es geschieht was. Da kommt jemand, eine Frau mit Stöckelschuhen.

Klack, klack, klack

…………

Sie kommt näher.

…………

Verdammtes Licht, ich bin geblendet! Jetzt geht es wieder.

…………

Da ist sie! Sieht nicht schlecht aus. Jetzt denke ich wieder wie ein Mann. Werde ich das jemals los? Es ist die Frau aus dem Auto. Aber typisch Mensch, sie hat eine Waffe dabei.

…. “Nanu! Was habe ich mir denn hier eingefangen?”

“Bist du blind?”

…. “Eigentlich nicht, aber jetzt verstehe ich die ganze

…. Aufregung in der Umgebung.”

“Schön für dich!”

…. “Und frech auch noch!”

“Ich bin eben eine Katze.”

…. “Eine merkwürdige Katze, frech, mit zwei Beine und

…. eindeutig weiblich!”

“Du schwingst dich ja auch nicht mehr von Ast zu Ast wie die Affen und scheinst auch ein Weibchen zu sein.”

…………

Das Gespräch fängt an mir Spass zu machen. Ob ich ihr die Wahrheit sage, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Wie wird sie reagieren, wenn ich ihr die Wahrheit sage? Mein Pelz kribbelt noch immer! Irgendwie habe ich den Drang hier herum zu brüllen. Das ist jetzt aber falsch! Ich muss ihr zeigen, dass ich auch vernünftig sein kann. Wird sie mich heraus lassen?

…………

…. “Pha, Weibchen! Ich mag keine Schwanzträger.”

“Dann kann ich gehen, ich habe auch einen Schwanz. Ist der nicht schön?”

…. “Nicht schlecht, aber den habe ich nicht gemeint. Ich meine

…. die testosterongesteuerten Teile!”

“Ich mag die eigentlich auch nicht, aber wenn ich später mal

…. Junge haben will, brauche ich einen, nur für mich gibt es

…. leider keinen.”

…. “Das ist auch das Einzige wozu die Schwanzträger zu

…. gebrauchen sind. Ausserdem, ich bin ein Mensch, eine Frau

…. und kein Weibchen, diese Zeiten sind vorbei.”

“Bist du dir da so sicher?”

…. “Na hör mal, ich kann denken, sprechen, mich kleiden und

…. die Welt erkennen!”

“Das kann ich auch alles bis auf das Behängen des Körpers mit

Lumpen. Im Unterschied zu dir weiss ich, dass ich eine Katze bin und was bist Du? Die Menschen sind doch nur nackte Affen.”

…. “Du hast aber eine merkwürdige Meinung, ausserdem

…. besteht meine Kleidung nicht aus Lumpen es ist eine

…. Kreation von Gucci.”

“Und? Was ist da so besonderes daran?”

…. “Wieso sind Menschen für dich nackte Affen? Wie kommst

…. du darauf?”

“Warum nicht? Du kommst doch auch mit einer Waffe zu mir wie alle anderen Affen, obwohl du weisst, das ich hier nicht heraus komme.”

…. “Die habe ich nur zur Sicherheit dabei, schliesslich weiss ich

…. nicht vorher, was ich einfange!”

“Warum hast du diese Fallen?”

…. “Ich mag es nicht, dass hier Fremde durch die Gegend

…. schleichen.”

“Da gibt es doch sicher noch andere Möglichkeiten”

…. “Durchaus, das ist aber das Effektivste! Mal was anderes,

…. was bist du, wo kommst du denn her? Warum ist hier wegen

…. dir so eine Unruhe in der Umgebung?”

“Das siehst du doch. Ich bin eine Katze! Was du hier siehst, das kommt raus, wenn Menschen glauben, Gott spielen zu müssen und wundern sich dann, dass ihre Geschöpfe frei sein wollen! Die Unruhe? Erst habe sie mich gejagt und gesucht, aber nicht gefunden und anschliessend habe ich ein klein wenig mit den Menschen ein bisschen gespielt.”

…. “Gespielt? Erzähle mir mehr!”

“Nein, das ist für dich uninteressant. Es ist besser für dich, wenn du nur wenig von mir weisst.”

…. “Ich möchte es aber wissen, schliesslich will ich meine Gäste

…. kennen lernen”

“Gast? Da habe ich andere Vorstellungen, darin gibt es keine Fallen und Gitter

für Gäste.”

…. “Wer sich anschleichen will, muss mit so etwas rechnen und

…. ausserdem hättest du die Strasse nehmen können.”

“Sehe ich so aus, dass ich eine stinkende Bezinschleuder benötige?”

…. “Ich meine zu Fuss”

“Ich habe Durst!”

…. “Du bist sehr sprunghaft, machst aber gleichzeitig einen

…. vernünftigen

…. Eindruck auf mich. Wirst du mich anfallen, wenn ich dich

…. herauslasse?”

“Warum sollte ich das? Du gehörst nicht zu meiner Jagdbeute und ausserdem hast du noch dein Schiessprügel. Und noch was wichtiges, zum Spielen habe ich im Augenblick keine Lust. Und Menschenfleisch? Bhää! Ich will mich doch nicht vergiften. Mit Menschen kann man nur schön spielen, sie machen sich so schnell in die Unterhose. Am nächsten Morgen sind die Typen sauer und rennen sinnlos mit ihren Schiessprügeln durch die Wälder hinter mir her”

…. “Spielen?”

“Ich bin doch eine Katze!”

…. “Was hat das mit Spielen zu tun?”

“Na, wie eine Katze mit ihrer gefangenen Maus spielt.”

…. “Also vergleichst du Menschen mit Mäusen!”

“Nicht ganz, nur beim Spielen ansonsten können die mir gestohlen bleiben”

…. “Du magst keine Menschen?”

“Im Grunde genommen, nein! Sie sind nur ein notwendiges Übel und gleichzeitig die grösste Plage auf dieser Welt, ausserdem, irgendwo her muss ich doch mein Fressen bekomme.”

…. “Du jagst also doch Menschen!”

“Nicht zum Fressen, nur zum Spielen wie ich schon gesagt habe. Lass mich raus!”

…. “Ich habe da so meine Bedenken.”

“Warum haben die Menschen Angst vor mir, nur weil ich eine Katze bin, auf zwei Beine gehe und sprechen kann? Typisch, Menschen lehnen grundsätzlich alles Unbekannte ab.”

…. “Na gut, probieren wir es aus. Ich lasse dich raus. Folge

…. mir!”

…………

Mmmmm, das Gitter geht nach oben auf, deshalb hat es sich nicht gerührt. Habe wohl meine Kraft in die falsche Richtung benutzt. Das nächste Mal weiss ich Bescheid. Ganz schön viele Gänge hier.

…………

“Hast du noch mehr Fallen?”

…. “Ja, komm weiter.”

Eine Wendeltreppe aus Stein.

…………

Sind das viele Stufen. Nehmen die Stufen denn gar kein Ende?

…………

Endlich, wir sind oben. Ein grosser Empfangsraum. Sieh an, die Tür zu den Verliesen ist getarnt. Da sind die anderen Frauen.

…………

…. “Huch Madame, was haben sie denn da mitgebracht?”

“Nicht was, sondern wen! Ich bin eine Katze und was bist du?”

…. “Ganz schön vorlaut!”

…. “Haltet die Klappe, Mädels und du Kätzchen komm

…. mit………….. hier rein!”

…………

Auch ein sehr grosser Raum. Ist wohl der Salon und die Treppe führt sicher in die nächste Etage. Die alten Schränke sind ganz schön gross. So viele Bücher. Ob sie alle gelesen hat?

…………

…. “Komm setz dich!”

…………

Jetzt bimmelt sie auch noch mit einem Glöckchen. Macht auf vornehm.

…………

…. “Ja, Madame”

…. “Was möchtest du trinken?”

“Wasser, aber gleich einen Eimer voll.”

…. “Aus Eimer trinken wir hier nicht. Bringe eine grosse Kanne mit Wasser und ein Glas.”

…. “Ja Madame”

…………

…. “Na gefällt es dir hier? Du schaust dich die ganze Zeit um.”

“Für einen Menschen scheint es brauchbar zu sein und das Sofa ist weicher als mein Schlafplatz.”

…. “Du hast es dir ja schön bequem gemacht. Wo schläfst du

…. denn normaler Weise?”

“In einer Höhle.”

…. “Ist das nicht unbequem?”

“Ja, ist hart aber sicher.”

…. “Wieso sicher?”

“Es gibt genug Menschen, die mein Fell als Bettvorleger haben möchten.”

…. “Stell das Tablett auf den Tisch.”

…. “Ja, Madame.”

“Madame? Was soll dieser Zirkus?”

…………

Endlich was zu trinken. Ich nehme am Besten gleich die Kanne.

Ahhhhh!

Das tat gut.

…………

…. “Du hast einen ganz schönen Zug am Leibe! Das Tal und die

…. Burg gehören mir und die Mädels arbeiten für mich. Wie bist

…. du eigentlich ins Tal gekommen?”

“Ist das für dich so wichtig?”

…. “Ja, ich schütze mich nur vor ungebetenen Besuch. Du hast

…. ein Schlupfloch in der Absicherung gefunden, da können

…. auch Andere durch.”

“Magst du kein Besuch?”

…. “Doch, aber nur den, den ich eingeladen habe.”

“Warum dieser Unterschied?”

…. “Sagen wir mal, ich habe schlechte Erfahrungen gemacht.

…. Also, wie bist du in mein Tal gekommen?”

“Also gut. Ganz einfach, wie du schon sagtest durch ein Loch, einen Ausgang der riesigen Höhle die durch den Berg führt.”

…. “Den Eingang zur Höhle muss ich nun auch sichern, sonnst

…. kommen dort ungebetene Gäste durch.”

“Ich bin doch auch ein ungebetener Gast. Die zusätzliche Sicherung brauchst du aber nicht.”

…. “Bei dir bin ich mir nicht sicher. Aber warum brauche ich

…. das nicht?”

“Die Höhle hat auf deiner Seite viele Eingänge, auf der anderen Seite nur einen Eingang. Den einzigen Eingang auf der anderen Seite haben die Knallköpfe gestern gesprengt und dafür einen anderen, neuen Eingang geöffnet. Den neuen Eingang kennen sie nicht und ausserdem habe ich ihn getarnt.”

…. “Warum haben sie den Eingang gesprengt?”

“Die wollten verhindern, dass ich mir meine Snacks bei ihnen hole.”

…. “Snacks?”

“Ich habe nur ein Rindvieh gejagt und gefressen, schliesslich hatte ich Hunger. Aber warum bist du dir bei mir nicht sicher? Was meinst du damit?”

…. “Ein Wesen wie du ist sehr gewöhnungsbedürftig, du

…. scheinst vernünftig zu sein und bist auch eine Frau. Wir

…. mögen hier keine Männer.”

“Also doch Emanzen!”

…. “Wie kommst du darauf? Egal! Es wird Zeit, schlafen zu

…. gehen, es ist schon spät.”

“Für mich war es heute mal ein interessanter Tag. Guten Nacht.”

…. “Wo willst du denn hin?”

“Na schlafen, in meiner Höhle.”

…. “Das brauchst du nicht, bleibe einfach hier.”

“Meinst du?”

…. “Ja, komm mit, ich zeige dir ein schönen weichen und

…. kuscheligen Platz zum Schlafen.”

…………

Sie streckt mir ihre Hand hin. Warum hat sie keine Angst und macht keinen Terror wie die Anderen? Ihre Hand werde ich nehmen. Ich werde bleiben, dann schlafe ich mal auf einen weichen Platz. Ich habe das Gefühl ihr irgendwie vertrauen zu können.

…………

…. “Dein Fell ist so weich!”

“Ist eben ein Katzenfell!”

…. “Du legst wohl viel Wert darauf, eine Katze zu sein?”

“Zu erkennen, was ich wirklich bin, hat mir geholfen zu überleben.”

…. “So, da sind wir!”

…………

Das ist doch ihr Schlafzimmer.

Wo soll ich hier schlafen?

Ist das Bett aber gross.

…………

“Aber………….”

…. “Ich will ein bisschen mit dir kuscheln”

“Warum willst du………….. ”

…. “Schschsch Kätzchen, ………….. sei leise und genieße es!”

“Na gut! Du aber aaaaaauch!”

…. “Dein Fell…………. ist so weich, wie Samt. Komm!”

…………

Wenn sie so weiter macht, fange ich gleich an zu schnurren. Es ist ein schönes Gefühl, wenn mich jemand anderes streichelt. Oh. Ist das guuuuut. Ich werde wieder zwischen meinen Beinen feucht.

…………

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Du kannst ja auch schnurren.”

“Na klar doch, ich bin nun mal eine Katze.”

…. “Deine Hände…….”

“Kannst auch ruhig Pfoten sagen.”

…. “Deine Pfötchen fühlen sich so gut auf meiner Haut an.”

“Schnurrrrrrrr!”

…………

Ich laufe ja fast aus. Das ist soooooo gut!

Ihr Geschlecht ist auch klatsch nass.

Sie riecht ähnlich wie ich, wenn ich erregt bin.

…………

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Oh ja, Kätzchen, mach weiter! Du bist ja auch klatsch

…. nass.”

…………

Jaaaaaaa

…………

Ist doch viel schöner, als es sich selber zu machen! Madame kommt aber auch in Fahrt!

…………

“Mmmmm tut das gut, so guuut!

Mach bitte weiter!

Höre nicht auf!

Schnurrrrrrrr!”

…. “Du auch! Ja,……….. jaaaaaaaa das ist auch gut”

…………

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Mehr!”

…………

Jaaaa, das Gefühl wird immer schöner!

Sie ist auch am Zerfließen!

…………

“Miau!”

…. “Tiefer!”

“Miau!”

…. “Jaaaaaaa!”

“Schnurrrrrrrr! Schnurrrrrrrr!”

…. “Ohhhh!”

“Schnurrrrrrrr! Miau!”

…. “Mmmmm!”

…………

Sind das schöne Gefühle! Ja, ja, jaaaaaa……….!

Mir kommt es!

…………

“ROOWWWW!!!!!!!”

…. “Jaaaaaaaaaaaaa!”

…………

Oha, war das laut! Madame war aber auch nicht gerade sehr leise. Das war sehr schön.

…………

“Mmmmmm, schnurrrrrrrr…… war das schöööööön……!”

…. “Für mich war es auch sehr schön.”

“Miau!”

…. “Was machst duuuuuuu…… jetzt …… mit mir?

…………

Ihr Geschlecht riecht gut.

………….

und schmeckt köstlich.

…………

…. “Ja, weiter, tiefer………… du machst mich wahnsinnig!”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Ooooh…… Mmmmmmmm…… jaaaaaaaaaaa!”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Ich…… ich, ich K O M M E E E E!!!!!!!!!!”

“Miau”

…. “Ah! Das war gut, Kätzchen, deine Zunge, richtig Klasse”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Du bist wirklich ein Kätzchen, wie du schnurren kannst!

…. Komm jetzt lass mich dich kosten.”

“Miauuuuu!”

“Schnurrrrrrrr!”

“Miau!”

“Jaaaaaaa!”

“Schnurrrrrrrr! Schnurrrrrrrr!”

…. “Ohhhh!”

“Schnurrrrrrrr! Miau!”

…. “Mmmmm!”

“ROOWWWW!!!!!!!”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Kätzchen, du bist ganz schön laut. Herrlich, du kannst dich

…. richtig fallen lassen!”

“Na deine Stimme ist auch nicht ohne! Schnurrrrrrrrrr!”

…. “Komm, lass uns jetzt etwas schlafen.”

“Ach jaaaaaa……!”

…………

Sie kuschelt sich so richtig an mich an. Ein warmer Körper neben sich ist auch schön. Und das Bett ist…………… sooooo weich. Eigentlich ein heisser Feger!

Der Mann meldet sich immer noch!

Halt dein Maul und verziehe dich, ich mag dich nicht mehr!

Ich bin jetzt eine Katze!

Und dazu ein Weibchen.

…………

Sie schläft schon!

Ging das schnell!

Es war heute ein turbulenter Tag. War kein bisschen langweilig. Ich werde nun auch schlafen.

…………

…………

…………

“Schnurrrrrrrr!”

…………

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Hallo Kätzchen! Aufwachen!”

“Miau!”

…. “Schläfst du immer so tief und fest?”

“Normaler Weise nicht! Ich fühle mich aber hier sehr wohl.”

…. “Du bist ein seltsames Wesen, aber interessant.”

“Wenn du so weiter machst, komme ich wieder auf Touren!…. Schnurrrrrrr!”

…. “Du kannst sagen, was du willst, du bist durch und durch

…. eine Frau und auch eine Katze.”

“Und du der erste Mensch, der mich seit meiner Transformation nicht jagen oder töten will.”

…. “Transformation? Warst du ein Mensch?”

“Sehr wahrscheinlich, aber ich kann mich nicht erinnern.”

…. “Amnesie?”

“Nein, meine Vergangenheit wurde mit Medikamente gelöscht.”

…. “Du machst aber einen vernünftigen Eindruck!”

“Schnurrrrrrrr! Mein Gehirn hat sich wahrscheinlich teilweise regeneriert.”

…. “Wart es ab, vielleicht kommen die restlichen Erinnerungen

…. auch zurück.”

“Was soll ich damit? Ich bin und bleibe jetzt eine Katze. Ich besitze auch die Instinkte einer Katze. Da stören die menschlichen Erinnerungen nur.”

…. “Du legst viel Wert darauf eine Katze zu sein!”

“Das muss ich, sonnst drehe ich noch durch, nachdem mir das alles passiert ist.”

…. “Du erzählst wenig von dir, Kätzchen.”

“Es gibt nicht viel zu erzählen. Ich möchte mich auch nicht erinnern. Irgendwie tun die Erinnerungen mir weh.”

…. “Schluss mit kuscheln, komm frühstücken.”

“Ich esse nicht mehr so oft, aber ich könnt was zu trinken vertragen.”

…………

Was macht diese Frau mit mir? Es war die schönste Nacht an die ich mich erinnern kann. Das Bett war schön weich, am liebsten wäre ich liegen geblieben. Na ja, Menschen müssen eben Hektik verbreiten.

Wie ungesund!

…………

Auf dem Couchtisch steht für mich was zu trinken.

Da kann ich es mir wieder bequem machen.

Milch?

Nein!

Mal kosten.

Süsse Sahne. Mmmmmm! Lecker! Könnte mich daran gewöhnen.

…………

…. “Schmeckt es dir?”

“Ja, sehr gut.”

…. “Anscheinend fühlst du dich wohl!”

“Schnurrrrrrrr!”

“Schn…………..?”

…………

Was ist das denn für ein Lärm? Verdammt, wieder Hubschrauber! An der Haustür ist auch Lärm. Es war wohl doch zu schön.

…………

…. “Madame, Soldaten! Sie haben das Tor aufgebrochen und

…. befinden sich vor dem Haus. Sie wollen rein.”

…. “Was unterstehen sich diese Typen, wir sind doch nicht im

…. Krieg!”

“Die wollen mich, entweder ist das ein Schuss ins Blaue oder es hat mich jemand verraten.”

…. “Nein von uns bestimmt keiner. Du musst dich verstecken!”

“Aber wo?”

…. “Ich werde sie an der Tür aufhalten, versuche zu fliehen!”

…………

Die hat gut reden, aus dem Haus kann ich wegen der Hubschrauber nicht gehen und im Haus kann ich auch nicht bleiben. Los Katze, denke, denke, denke …….! ……..Kämpfen?

……..nein…….. ich habe eine Idee, hoffentlich funktioniert sie.

Hopp, hoch mit dir!

…………

Phu ist das staubig. Ich muss aufpassen, nicht zu niesen. Gut, das der alte Schrank in der Ecke steht und oben eine Blende hat, da kann mich auch von der Treppe keiner sehen, es sei denn, sie nehmen alles auseinander oder kommen mit einer Leiter. Was dann? Dann muss ich doch kämpfen. Vielleicht dann meinen letzten Kampf. Eines ist klar, ich gehe weder freiwillig noch lebend mit denen mit. Jetzt gilt´s.

Sie kommen. …

…. “Herr Major, ich wiederhole mich noch einmal, sie begehen

…. hier Hausfriedensbruch. Ich werde mir das von ihnen nicht

…. gefallen lassen!”

…. “Halten sie ihre Klappe, es geht hier um Höheres! Sergeant!

…. sechs Mann hoch in den ersten Stock, der Rest durchsucht

…. die Räume hier unten.”

…. “Flegel!”

…. “Halt dein Maul du dumme Pute, lass lieber gefälligst meine

…. Männer aus den Fallen! Hast wohl lange nicht richtig

…. gevögelt?”

…………

…. “Au, was fällt dir Schlampe ein?”

…………

…. “Auuuuuuu……. meine Eier!”

Diese Ohrfeige und der Tritt haben aber gesessen, ehrlich, die Ohrfeige hat ganz schön geklatscht und ich kann nicht helfen.

Mist!

Wenn die mich hier finden, dann sind alle Bewohner des Hauses in Gefahr!

Scheisse! Oder Creme de la trin, wie die Franzosen es so vornehm ausdrücken. In der Situation auch noch Witzchen reissen! Katze, ich habe es schon mal gesagt, du bist unmöglich. Die Blechköpfe benehmen sich auch wie die Vandalen. Wenn die aber irgendjemandem hier im Haus etwas tun, werde ich kämpfen, egal wie dieser Kampf ausgeht

…. “Nehmt diese Zicke fest!”

…. “Mit welcher Begründung?”

…. “Weil ich hier das sagen habe, blöde Kuh, aaaaaaaaa…… halt …. jetzt dein Maul!”

…. “Herr Major! Alles sauber, wir haben nichts gefunden.”

…. “Los abrücken, lasst sie frei! Mit dir Schlampe bin ich aber

…. noch nicht fertig. Du wirst noch dein blaues Wunder

…. erleben!”

…. “Wir sprechen uns noch, Major!”

…. “Ach, halt die Klappe! Sergeant, den Wald weiter

…. durchkämmen, das Vieh muss hier irgendwo sein und hören

…. sie auf zu grinsen ………….. Ich kann nicht richtig laufen ……”

Endlich, sie gehen. Nur schade, dass ich nicht sehen kann, wie der Major mit Rührei läuft!

…………

…. “Sie sind alle draussen. Wo ist unser Gast?”

…. “Keine Ahnung”

…. “Ich gehe mal kurz ins Arbeitszimmer telefonieren”

…. “Weisst du wo die Katze ist?”

…. “Nein, auch nicht. Vielleicht hat sie das Haus verlassen.”

…. “Das glaub ich nicht, sonst hätten die Soldaten, die draussen

…. geblieben sind, Krach gemacht.”

…. “Ich hätte dann aber mit meiner grossen Suppenkelle

…. dazwischen gehauen.”

…. “Die armen Soldaten, da hatten sie wohl Glück, dass du nicht

…. raus gegangen bist”

…. “Dein Spott kannst du stecken lassen, ich meine es ernst!”

…. “Ich glaube, wir alle wären irgendwie dazwischen gegangen.

…. Ich weiss nicht warum, aber das Kätzchen fasziniert mich

…. irgendwie, und ich mag sie auch.”

…. “Das glaube ich dir gerne, so wie Madame und das Kätzchen

…. heute Nacht gejubelt haben, muss ja einiges los gewesen

…. sein. Als ich die Katze gehört habe, dachte ich, ich bin im

…. Dschungel.”

…. “Und ich dachte, ich bin im Sägewerk, als sie anfing zu

…. schnurren!”

…. “Wo mag sie nur sein?”

…. “So das war’s Mädels. Ich habe meinen Anwalt informiert. Er kümmert sich um alles. Räumt endlich das Haus wieder auf”

…. “Ja, Madame!”

…. “Madame, Madame,…… die……”

…. “Was ist den los?”

…. “Madame, die Soldaten haben sogar in ihrer Unterwäsche

…. rumgeschnüffelt.”

…. “Schweine”

…. “Die Soldaten gehen in Richtung des Berges, vier Soldaten

…. stehen noch immer am Eingang der Burg.”

…. “Kätzchen, hoffentlich bist du in Sicherheit.”

…. “Madame, die Soldaten kommen alle zurück.”

…. “Die waren jetzt drei Stunden unterwegs. Moment, das

…. Telefon……!”

…. “So das war es! Der Anwalt ist ein guter Freund vom

…. Verteidigungsminister und hat ihm mächtig Feuer unterm

…. Hintern gemacht und gleichzeitig Klage auf Schadensersatz

…. gegen das Militär eingereicht.”

…. “Ui, der kuckt aber böse! Die Soldaten verlassen alle schnell

…. das Tal.”

…. “Ich glaube der Minister hat den Major gerade zum Soldaten

…. gemacht. Gehe du hinter her und sag Bescheid, wenn sie weg

…. sind!”

…. “Ja Madame.”

…. “Madame, die Soldaten sind alle weg. Ich habe das Tor

…. provisorisch verschlossen, das kann nur ein Handwerker

…. wieder richten.”

…. “Ich werde gleich einen anrufen. Hast du das Kätzchen

…. gesehen?”

“Ha…, Ha…., HATSCHIIII!!!!”

…. “Gesundheit!”

…. “Das war ich nicht, Madame.”

…. “Wer denn sonst?……………. Kätzchen?”

“Miau”

…. “Wo bist du denn?”

“Hier oben auf dem…… Ha…., Ha…., HATSCHIIII!!!!…… alten Schrank. Ist nur etwas staubig.”

…. “Du warst die ganze Zeit da oben?”

“Ja, das war auf die Schnelle die einzige Möglichkeit!” ^

…. “Das hätte schief gehen können.”

“Dann hätte ich Kämpfen müssen! Es gibt ein altes Sprichwort, willst du was verstecken, so leg es jemandem direkt vor die Nase.”

…. “Ganz schön frech. Komm runter, Kätzchen.”

“Puh, ich bin ja ganz staubig.”

…. “Geh schnell auf die Terrasse, ich mache dich dort sauber.”

“Aber kein Wasser!”

…. “Nein, ich nehme nur die Bürste!”

“Schnurrrrrrrr, das fühlt sich so gut an!”

“Schnurrrrrrrr!” ”

…. So, jetzt bist du wieder sauber.”

“Schon fertig? Schade!”

…. “Das können wir später nachholen!”

“Ob wir jetzt in Ruhe gelassen werden?”

…. “Ich weiss es nicht!”

“Dann werde ich beim nächsten Mal wohl doch kämpfen müssen.”

…. “Nein! Das musst du nicht!”

“Soll ich zuschauen, wenn die einzigen Menschen, die mich akzeptieren in Gefahr sind?”

…. Es ist doch alles gut gegangen!”

“Diesmal! Der Major war ganz schön sauer, dass er mich nicht gefunden hat. Der ist ein rachsüchtiger Möchtegern. Schliesslich führe ich ihn bereits das zweite Mal an der Nase herum. Sobald er eine Gelegenheit findet, wird er wieder kommen.”

…. “Ich glaube nicht, dass er als Soldat noch irgendwelche Befugnisse hat.”

“Hoffentlich hast du Recht. Noch einmal lege ich mich nicht auf den staubigen Schrank.”

…. “Ich mache das sauber, komme nur schwer ran.”

…. “Komm Kätzchen, lass uns ein bisschen kuscheln.”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Du Kätzchen, ich habe mir was überlegt. Ich möchte, dass

…. du bei uns bleibst.

“Warum?”

…. “Na, mit dir wird es nicht langweilig!”

“Warum? Ich mache doch gar nichts, ich bin doch ein liebes Kätzchen!”

…. “Du untertreibst schon wieder! Aber du bist das Richtige

…. zum Kuscheln. Dein Fell ist so schön weich”

“Schnurrrrrrrr!”

…. “Das ist auch ein Grund!”

“Wie meinst du das denn jetzt? Schnurrrrrrrr!”

…. “Dein Schnurren ist richtig beruhigend, vor allem, weil du

…. dich dann richtig wohl fühlst.”

“Schnurrrrrrrr! Dann kann ich ja weiter machen.”

…. “Das Sofa wird wohl dein Lieblingsplatz sein, so wie du dich

…. darauf rekelst!”

“Es ist so schön weich. Schnurrrrrrrr!”

…. “Komm, lass uns etwas spazieren gehen, da kannst du mir

…. zeigen, wo der Eingang zu Höhle ist.”

“Bist du immer so hektisch? Das ist ja anstrengend!”

…. “Hi, hi, hi, hi………. Kätzchen du sagst es…..,”

…. “Das musst du gerade sagen, bereite lieber das Abendbrot

…. vor.”

…. “Immer ich………..!”

…. “Na komm Kätzchen, sei nicht so faul.”

“Na gut, wenn es sein muss!”

…. “Genau, es muss!”

…………

Es ist schon merkwürdig, als ich Gestern hier lang ging, dachte ich noch nicht mal im Traum daran, ein neues Heim zu finden. Madame geruhen aber ganz schön laut durch den Wald zu stampfen. Die Dämmerung beginnt bald.

…………

“Da ist der Eingang. Nach der ersten Höhle kommt eine ganz riesige Höhle mit vielen Tropfsteinen. Sie sieht wie ein Märchenwald aus”

…. “Hattest du eine Lampe dabei?”

“Nein”

…. “Aber woher weisst du denn das?”

“Alle meine Sinne sind gleich mit modifiziert worden. Wenn es ganz dunkel ist, sehe ich ein schwaches grünes Leuten. dass aus den Steinen kommt. Ich kann dadurch alles erkennen..”

…. “Grün???? Ist das Radioaktivität?”

“Nein, es muss irgend etwas anderes sein.”

…. “Und du bist sicher, dass von der anderen Seite kein Fremder

…. mehr in die Höhle kommt?”

“Ja. Ich werde in der nächsten Nacht alles noch einmal kontrollieren. Ich will mir morgen Nacht mal wieder einen kleinen Snack gönnen.”

…. “Du willst jagen?”

“Ja.”

…. “Wird das nicht gefährlich?”

“Warum sollte es?”

…. “Na, wenn sie dir auflauern?”

“Dann spiele ich mit ihnen wieder ein bisschen.”

…. “Übertreibe es nicht, Kätzchen.”

“Nenn mich nicht andauernd Kätzchen, schliesslich bin ich erwachsen.”

…. “Meinst du?”

“Schnurrrrrrrr!”

…………

Es ist merkwürdig, ich fühle mich wohl. Mit ihrer Warnung hat sie eigentlich Recht. Ich habe doch schon selber daran gedacht, aber trotzdem, Snack bleibt Snack. Wir sind schon wieder an der Burg angekommen. Ich bin jetzt irgendwie müde! Na, kein Wunder, nach der Aufregung und der turbulenten Nacht. Mir fehlt auch bestimmt mein Mittagsschläfchen. Ich lege mich am Besten auf das Sofa.

“Uuuuaaaaaa!”

Ist das schön weich, besser als die Höhle.

Ich werde wohl …… bleiben ……

…………

…………

Epilog

Fünf Jahre sind vergangen. Sieben zweibeinige weibliche Katzen stehen auf einem Hügel ausserhalb des Tales und sehen auf das Land herab. Weite Flächen der verbrannten Wälder zeigen nach Jahren wieder großflächig ein zartes Grün. Neues Leben breitet sich über das zerstörte Land aus. Das ehemalige Dorf in der Nähe besteht nur noch aus Ruinen, nur der Kirchturm reckt fast unbeschädigt seine Spitze in den Himmel. Kleine Herden ihrer Jagdbeute ziehen ungehindert von Weide zu Weide. Das Jungvieh wird von den alten Tieren in der Mitte der Herde gehalten und beschützt. Die Pflanzenfresser haben gelernt, dass sie jetzt nur noch Beutetiere sind. Das Sonnenlicht leuchtet nun endlich wieder ungehindert auf die Erde. Die Staubwolken in der Atmosphäre sind vom Regen ausgespült worden. Der lange Winter ist jetzt endgültig vertrieben und von Süden kommt ein warmer Lufthauch. Der Pelz der Katzen sieht flockig aus, der dicke Winterpelz wird von ihren Körpern abgestoßen.

…………

“Der lange Winter ist endlich vorbei.”

…. “Stimmt, es wird wärmer und wir verlieren auch unsere

…. Winterwolle.”

“Lange genug hat es ja gedauert”

…. “Die Herden stehen auch gut im Fleisch.”

“Dann ist unsere Ernährung gesichert.”

…. “Wie wird es nun weiter gehen?”

…. “Na weiter leben und Spass haben”

“Wir müssen uns eben weiter an das neue Leben anpassen.”

…. “Sei nicht immer so ernst”

“Dann nehmen wir doch im nächsten Frühling an der Auswahl teil.”

…. “Willst du Kätzchen etwa schwanger werden?”

“Ja! Kannst du es dir etwa nicht vorstellen? Ich hatte doch schon in meinem anderen Leben eine Tochter und ich vermisse sie!”

…. “Mit Kindern haben wir doch auch ein neues, sinnvolleres

…. Leben.”

…. “Du überrascht uns immer wieder Kätzchen.”

“Nenn mich doch nicht immer so.”

…. “Du warst und bleibst unser Kätzchen.”

…. “Immerhin haben wir doch einen entscheidenden Vorteil, wir haben unser Tal und unsere Burg.”

“Also ein warmes Kuschelnest.”

…. “Genau! Wir vertragen uns auch sehr gut. Unsere Kuschelspielchen machen uns allen doch Spass!”

…. “Wer hätte das voraus sehen können, als du uns in die Falle getappt bist.”

“Uns fehlte das Wissen, das wir heute haben.”

…. “Nur leider viel zu spät.”

…. “Ändern hätten wir an der ganzen Geschichte so wie so

…. nichts mehr können. Spätestens als du aus dem Labor

…. geflüchtet bist, war unser aller Schicksal besiegelt.”

“Wir haben bisher das Beste aus der Situation gemacht und werden das auch zukünftig schaffen!”

…. “Du immer mit deinem Optimismus.”

“Ohne den hätte ich anfangs nicht überlebt.”

…. “Kätzchen, wer konnte das damals auch nur ahnen.”

“Der Mensch spielte Gott und hat seine Existenz verspielt.”

…. “Wir leben noch, das können viele Menschen nicht mehr

…. sagen.”

“Könnt ihr mir verzeihen? Schliesslich trage ich eine grosse Portion der Schuld für den jetzigen Zustand der Welt”

…. “Du Dummkopf, fängst du schon wieder an? Was kannst du

…. dafür Kätzchen, dass du geboren wurdest. Wo liegt deine

…. Schuld, als du transformiert wurdest? Komm, sag es uns. Wo

…. hast du Schuld?”

“Immerhin habe ich den Virus mit verbreitet.”

…. “Wusstest du davon? Nein! Dich trifft keine Schuld. Woher

…. solltest du das denn Wissen? Wir haben doch erst durch

…. Zufall vor drei Jahren die Wahrheit erfahren, als wir deinen

…. Ursprungsort aufgesucht haben. Seitdem gehst du uns mit

…. deinen Schuldgefühlen auf den Senkel. Lass es endlich sein,

…. du kannst auch nichts dafür, dass wir deine Tochter nicht

…. gefunden haben.”

…. “Immer, wenn du deine Schuldgefühle bekommst, wirst du

…. Kätzchen so melancholisch.”

…. Komm Kätzchen, lass uns lieber kuscheln!”

…………

Wo ist mein Töchterchen Monik, was ist mit ihr gesehen? Hat sie überlebt? Ist sie auch transformiert und lebt nun irgendwo? Ich hoffe und wünsche es mir. Meine Schwestern geben mir Kraft weiter zu leben.

…………

In tiefen Gedanken versunken blickt die Katze in die Ferne.

…………

…………

…………

Was war wirklich geschehen? Dem Professor war es gelungen, ganz gezielt Gensequenzen an vorhandene Chromosomen andocken zu lassen und sie nach einer festgelegten Karenzzeit zu aktivieren. Da Vieren im Zuge der Evolution gelernt haben in Zellen einzudringen und diese für ihre Zwecke neu zu programmieren, brauchte der Professor nur noch zu bestimmen, welche Gene an die befallene Zelle abzugeben war.

…………

Als Gentransporter züchtete er einen neuen Virus, der sehr aggressiv war und sich schnell verbreitete. Dabei übersah er eine wesentliche Eigenschaft des Virus. Es konnte durch die Luft übertragen werden und war auch sehr lange überlebensfähig. Jeder Infizierte wurde somit schon nach einigen Stunden selber zur lebenden Virenschleuder. Anfangs war nur ein Virentyp unterwegs und zwar der programmierte mit den Katzengenen.

…………

Der andere Virus war noch nicht programmiert und hatte im Grunde genommen keine spezifische Funktion, konnte aber durch äussere Einflüsse sehr schnell mutieren. Der Professor machte dabei noch einen zweiten Fehler. Er wollte meine Transformation wiederholen, aber es hat nie wieder funktioniert. Sein Fehler war nun, dass er nach der Programmierung der Viren nicht die unprogrammierten Viren aus dem Transformationsserum entfernt hat, denn nicht alle Vieren liessen sich programmieren.

…………

Allen Opfern spritzte er somit beide Virenarten immer gleichzeitig ein. Der nicht programmierte Virus war aggressiver und setzte sich durch, die Probanden starben mit krebsartigen Wucherungen im Körper und auch aussen. Sie wurden ein lebender Zellklumpen der irgendwann seine Funktion einstellte und starb. Ob die betroffenen Menschen ihr langsames Sterben mit vollem Bewusstsein erlebten, wusste niemand. Ich lebte nur auf Grund eines Zufalls. Meine Infusion hatte zufälligerweise nur programmierte Viren enthalten.

…………

Sobald ich mit dem Virus infiziert war, breitete er sich rasant in meinem Körper aus und ich verteilte ihn nach kurzer Zeit munter, ohne es zu wissen, in meiner Umgebung weiter. Die erfolgte Infektion machte sich für einen Außenstehenden nicht sofort bemerkbar und führte dazu, dass dieser programmierte Virus nicht sofort erkannt wurde. Der Infizierte erkrankte erst nach drei Wochen. Die ersten drei Tage waren für mich sehr übel. Es traten Grippesymptome, wie Fieber, Gliederschmerzen und Mattigkeit, auf. Nach drei Tage waren alle Symptome weg. Es begann eine schleichende, innere Transformation. Der menschliche Körper veränderte sich innerlich. Die eigentliche äussere Transformation begann erst vier Monat später nach der Infektion und dauerte eine Woche, dabei transformierten viele Männer zu weiblichen Katzen. Ein weiteres Phänomen dabei war auch, dass die Viren dafür sorgten, dass der befallene Organismus nicht durch andere Viren infiziert werden konnte. So wurden die Menschen nur mit einem Virus infiziert. Diese Eigenschaft entschied später, wer leben durfte oder wer sterben musste.

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Nachdem der Professor tot war und der General als Mitwisser sein Gedächtnis verloren hatte, wurde zwei Tage später nach der erfolglosen Jagd auf mich das Labor des Professors aufgelöst. Durch einen gravierenden Fehler wurden nur einfache biologische Schutzmassnahmen beim Räumen ergriffen. Durch diesen Fehler wurden neben den bereits programmierten Viren auch die bis dahin ungenutzten Vieren frei gesetzt. Jeder Windhauch verteilte emsig beide Viren weiter. Zwei Viren wurden nun verbreitet, der Virus mit Programm und der ohne. Die Letzteren mit einer hohen ziellosen Mutationsrate.

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Für die schnelle Verbreitung beider Viren sorgten auch selbst alle Infizierten. Alle Soldaten, die mich jagten wurden erst von mir infiziert. Wegen der Geheimhaltung wurde dieser Truppenverband aufgelöst und die einzelnen Soldaten auf alle Militärstützpunkte im Inland und in der Welt verteilt. Jeder Militärstützpunkt wurde somit schlagartig zu einem neuen Virenherd und verbreitete dadurch den Virus schnell weiter. Weitere Soldaten wurden von mir infiziert, als der Major mit neuen Soldaten das Tal von Madame auf der Suche nach mir stürmte.

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Nach knapp drei Wochen, also unmittelbar nach den beschriebenen Ereignissen traten massenweise diese Grippesymptome weltweit auf. Die WHO stellte eine Pandemie fest, ohne zuerst die wahre Ursache zu erkennen, nur die Aggressivität der Viren war bekannt. Viele Länder versuchten sich darauf hin schlagartig zu isolieren. Sie stellten jeglichen Reiseverkehr ein oder er wurde gewaltsam unterbunden. Versuchte jemand illegal eine Landesgrenze zu überqueren, wurde er ohne Warnung sofort erschossen und sein Körper verbrannt. Die Schüsse kamen von beiden Seiten der Grenze.

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Erst als bei einigen Infizierten frühzeitig sporadische die eine oder andere Mutationen auftrat, wurde wenig später die eigentliche Ursache erkannt. Wissenschaftler stellten fest, dass die Mutationen des zweiten, unprogrammierten Virus zu einem unkontrollierten Zellwachstum bei den Betroffenen führte. Ihre Körper und ihre Organe wurden drastisch deformiert und wucherten wild. Der Virus führte unweigerlich nach drei bis vier Wochen zum Tod. Die Wissenschaftler mussten auch feststellen, dass nur die programmierten Viren die betroffenen Menschen überleben lässt, nur mit welchen Geschlecht sie überleben war fraglich. Die anderen waren somit von vorn herein zum Tod verurteilt. Aber auch die programmierten Viren verloren im Laufe der Infektionskette durch weitere Infektionen ihr Programm und wurden auch tödlich. Wenn man sich eine Kette von Menschen vorstellt, so reicht der erste seinen Virus zum zweiten weiter, dann der zweite zum dritten, der dritte zum vierten und so weiter. Ungefähr ab dem fünften wurde der Virus dann meistens für alle Nachfolgenden auch tödlich.

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Die Ursache und die eigentliche Wirkung beider Virenarten wurde anfangs geheim gehalten, jedoch lösten erhebliche Schmiergeldzahlungen die Zungen einiger Geheimnisträger. Die Wahrheit verbreitete sich daraufhin schnell, fast so schnell, wie der Virus. Als die Menschen erfuhren, dass die meisten zum Tode verurteilt sind und viele Männer ihr Geschlecht verlieren könnten, brach Panik aus, alle sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen und Strukturen brachen zusammen. Begriffe, wie Ethik, Moral oder Humanität wurden in den Bereich der Sciencefiction verbannt. Raub, Mord, Plünderungen und Vergewaltigungen wurden zur Normalität.

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Exakt nach drei Wochen erkrankten auch alle sechs Frauen der Burg. Nach drei Tagen war ihr Fieber wieder weg. Ich habe sie also auch infiziert. Dadurch erhielten sie, wie alle anderen Menschen, die direkt in meiner Nähe waren die programmierten Ursprungsgene und entwickelten sich später dadurch zu kräftigen und gesunden weiblichen Katzen. Ich konnte ihnen diese Transformation durch meine Anwesenheit erleichtern und somit ihr Überleben sichern. Ich zeigte ihnen danach, dass man als Katze überleben kann, auch was “Spielen” hiess. Leider war der ursprüngliche Spielpartner nicht mehr vorhanden.

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Die Gerüchteküche brodelte damals sehr intensiv weiter. Gegenseitige Beschuldigungen wurden ausgesprochen. Als das Gerücht aufkam, dass ein reicher Industriestaat ein Gegenmittel entwickelt hat und es nur für sein eigenes Land verwenden will, wurden die zwischenstaatlichen Beziehungen schlagartig immer stärker angespannt. Alte Bündnisse wurden aktiviert, neue gebildet und die Welt polarisierte sich in viele Machtblöcke. Eine Woche später brach der dritte Weltkrieg aus. Warum genau wusste keiner. Jeder kämpfte gegen jeden. Das ganze Alphabet der modernen Waffentechnik wurde rücksichtslos angewendet.

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In der Bibel der Christenheit steht sinngemäß, Gott schuf die Erde in sechs Tagen, und am siebenten ruhte er sich aus.

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Die Menschen brauchten nur drei Tage, um die Erde zu zerstören.

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Achtzig Prozent der Menschheit verloren schlagartig in diesen drei Tagen ihr Leben. Alle grossen Städte wurden zerstört, viele Gebiete sind für längere Zeit zu lebensfeindlichen Arealen geworden, sei es durch Gift, Viren oder Strahlung. Die Atmosphäre wurde durch die Rauchschwaden der vielen Brände und den Staub der Explosionen verdunkelt, die Temperaturen sanken. Es gelangte nur sehr wenig Sonnenlicht zum Erdboden. Es wurde zuerst ein langer Winter ohne Schnee. ………… Alle noch existierenden Lebewesen mutierten sehr rasch auf die eine oder andere Art. Ein grosser Teil der restlichen Überlebenden starb in den folgenden Monaten entweder durch Hunger, Selbstmord oder durch die negative Mutation. Die Selbstmordrate bei den ehemaligen Männern war sehr hoch, sie konnten nicht mit dem Gedanken leben, auf einmal weiblich zu sein. Diese Dummköpfe!

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Alle die Menschen, bei denen die Katzengene aktiv waren und die keinen Selbstmord begingen, überlebten. Sie waren alle ab diesem Zeitpunkt gegen sämtliche Bakterien oder Viren immun. Da die ehemaligen Nutztiere auf dem Land gehalten wurden, überlebten viele von ihnen. Durch die Verwendung der vielen Waffensystemen begannen die Tiere auch zu mutieren. Die nur noch kärglich vorhandenen Pflanzen überlebten und konnten den Bestand an Jagdvieh erhalten. Die Ernährung der Katzen war gesichert. Es sah fast so aus, als würde die Erde eine neue Evolution durchmachen.

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Einige normale Menschen waren gegen die Vieren von vorn herein immun und überlebten diese Hölle. Sie nutzen die spärlichen Überreste der Technologien aus und versuchen sich aus aller Welt zu sammeln und an einem Ort die menschliche Zivilisation neu zu errichten. Dafür suchten sie in der ganzen Welt nach normalen Menschen: Es stellte sich aber heraus, das sie für ihr Überleben einen hohen Preis zahlen mussten. Alle, ob Männer oder Frauen, bezahlten ihre Immunität mit Unfruchtbarkeit, sie konnten weder Kinder zeugen noch gebären. …………!Ihre Zukunft steht nun fest, der Homo sapiens ist eine aussterbende Rasse geworden, wie früher die Dinosaurier!!!

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Nach einem Jahr begann sich langsam die Atmosphäre zu regenerieren. Der allmählich wieder einsetzende Regen spülte nach und nach die Staubpartikel aus der Luft. Immer mehr Sonnenstrahlen gelangten wieder zum Erdboden. Als sich die Lebensbedingungen wieder verbesserten, verstärkte sich bei den Katzen im folgenden Frühjahr der Sexualtrieb. Aller weiblichen Katzen bildeten zu dieser Zeit bereits kleine Familienverbände in Form von kleinen Rudeln. Die wenigen männlichen Katzen durchstreiften ziellos das Land oder jagten. Gesteuert durch ihren Sexualtrieb trafen sich zum Frühjahr alle männlichen Katzen in einer zentral gelegenen Region des Landstriches und kämpften gegeneinander, jeder gegen jeden.

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Das oberste Gesetz dieses Kampfes ist ein Verbot, einander zu töten. Wer dagegen verstösst wird gebrandmarkt und vertrieben.

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Alle paarungsbereiten Weibchen dieses Landstriches schauen begeistert diesen Kämpfen zu und erregen sich daran. Nur die Stärksten, die Sieger dürfen sich einem oder mehreren Weibchen nähern. Die Weibchen entscheiden dann, ob gerade dieses Männchen sie begatten darf. Jeder Sieger wird im Laufe der Zeit von den Weibchen angenommen aber nicht jedes Weibchen wird dabei schwanger.

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Es gab viele Faktoren die eine Massenschwangerschaft verhindern. Trotzdem werden neun Monate später die ersten gesunden Jungen geboren. Das Leben begann sich zu normalisieren. Durch das ziellose Wandern der wenigen männlichen Katzen wurde verhindert, dass in einer Region immer nur dieselben Männchen die Väter der neuen Generation wurden. Der natürliche Genpool blieb erhalten, nur die Weibchen mussten darauf achten, dass ihre eigenen Kinder nicht selber untereinander Nachwuchs erzeugten.

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Was hiess normalisieren? Entsprechend ihrer neuen Lebensform begannen sie sich neu nur locker leicht zu organisieren, ohne umfassende Regelwerke, Vorschriften oder Gesetze. Sie brauchten keine Industrien, Handel wurde auch nicht mehr benötigt, geschweige denn die Landwirtschaft.

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Nur ein Gesetz gibt es, Katze tötet nicht Katze! Haben die Katzen Hunger, gehen sie meistens zu zweit auf die Jagd, damit die Beute auch optimal genutzt wird. Es reicht ihnen einmal in der Woche Nahrung zu sich zu nehmen. Ihre bevorzugte Jagdbeute sind die ehemaligen Nutztiere. Zumindest ist die zukünftige Ernährung der Katzen gesichert, aber die Zukunft an sich ist nun ungewiss…………

Ende

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